Diese Tradition reicht viele Jahrzehnte zurück und Horst Ehringhaus, früherer Wehrleiter, erinnert sich mit Freude an die „guten alten Zeiten“: „Nach zwei Stunden Dienst gab es früher immer etwas zu essen: Fleischwurst mit Brötchen“, erklärt Ehringhaus. Seit dem Jahr 2000 versammelt sich die Ehrenabteilung einmal jährlich, um diese Tradition am Leben zu erhalten.
Auch beim diesjährigen Zusammenkommen der Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr, bestehend aus den vier Löschgruppen Schalksmühle, Dahlerbrück, Hülscheid und Winkeln, bildete das Fleischwurstessen mit einem Bier an der Seite den Höhepunkt des Abends. „Ich hatte schon beinahe Entzugserscheinungen“, scherzte Ehringhaus zu Beginn der alljährlichen Veranstaltung am Mittwochabend, 24. Mai, im Feuerwehrgerätehaus an Volmestraße .
Mehr als ein halbes Jahrhundert bei der Freiwilligen Feuerwehr
Vor dem gemütlichen Beisammensein der etwa 30 Kameraden fanden Dirk Kersenbrock, Leiter der Schalksmühler Feuerwehr, sein Stellvertreter Olaf Bühren und Bürgermeister Jörg Schönenberg einen feierlichen Moment, um einige Feuerwehrmänner für ihre 50- und 60-jährige Treue zur Freiwilligen Feuerwehr Schalksmühle zu ehren. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten einige Ehrungen verschoben werden, diese wurden im Rahmen des diesjährigen Treffens nachgeholt.
Dieter Coordt, Klaus Kahlert und Frank Schmidt wurden mit einer Ehrenurkunde des Verbandes der Feuerwehr NRW für ihre 50-jährige Mitgliedschaft geehrt und erhielten stolz das goldene Feuerwehrehrenzeichen. Ebenso wurden Friedrich Wilhelm Püttmann und Heino Marl, die nicht persönlich anwesend waren, für ihre langjährige Treue ausgezeichnet.
Erhard Fischer und Jürgen Lösenbeck durften eine Sonderauszeichnung entgegennehmen, um ihre 60 Jahre in der Feuerwehr zu würdigen. Auch sie erhielten das goldene Feuerwehrehrenzeichen. Peter Von Hofe und Ulrich Schulz, die nicht am Treffen teilnehmen konnten, sind ebenfalls seit 60 Jahren Teil der Feuerwehr und wurden für ihre langjährige Zugehörigkeit geehrt.

Dirk Kersenbrock „äußerst zufrieden“
„Wir sind so viele in der Feuerwehr wie nie zu vor“, kündigte Dirk Kersenbrock zufrieden an. Mit 154 Wehrleuten sei die Feuerwehr gut aufgestellt. Zudem erwartet sie Ende nächsten Jahres ein neues Löschgruppenfahrzeuges für die Löschgruppe Hülscheid.
Jörg Schönenberg heißt insbesondere den Zuwachs an jungen Frauen willkommen und freut sich über die Anwesenheit von Iris Fernholz an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr. Die Stimmung wurde ernster, als das Thema Klimawandel auf den Tisch kam. „Wir haben mehr Waldbrände – da müssen wir Rechnung tragen. Zum Thema Starkregenereignis mussten wir nur vor einigen Tagen in den Nordkreis schauen. Da hat man sich wieder an den Sommer 2021 erinnern können“, sagt Schönenberg. Die Feuerwehr ist sich der bevorstehenden Herausforderungen bewusst.
Schließlich klang der Abend in gemütlicher Atmosphäre mit alten Erzählungen aus vergangenen Zeiten bis in die späten Stunden aus.









