„Die Aufgabe für die Tiefbauer war und ist anspruchsvoll. Schließlich geht es darum, sechsstellige Kubikmetermengen von Erde zu bewegen und Gesteinsschichten zu lösen. Dazu kam das Wetter, das uns mit viel Regen, Schnee und Frost herausgefordert hat. Dennoch ist es allen Beteiligten gelungen, den Zeitplan einzuhalten,“ sagt Nikolaus Schürholz, gut viereinhalb Monate nach dem Startschuss für den Bau des GAZ.
Gelände komplett eingeebnet
Seit August haben Bagger, Brechmaschinen, Radlager und LKW das Sagen auf der Baustelle an der Strückerberger Straße. Der Auftrag an die Ratinger Firma Vennes lautete zunächst: Die rund 19.000 Quadratmeter große Fläche ebenerdig zur Straße zu gestalten und damit für den Bau der Gebäude vorzubereiten.
Mittlerweile ist das ehemals von der Straße aus um bis zu zehn Meter ansteigende Gelände komplett eingeebnet, mehr als 70.000 Kubikmeter Erdreich sind hierfür gelöst worden. Aktuell lagert noch einiges an Aushub auf der Baustelle, ebenso wie die bereits abtransportierten 113.000 Tonnen wird auch dieser noch abgefahren und deponiert werden.
Mitte April beginnt der Hochbau
„Absehbar wird der Abfuhrverkehr – in Spitzenzeiten 120 Lkw pro Tag – der Vergangenheit angehören. Anschließend stehen das Fertigstellen der Grundleitungen und der tragfähigen Gründungssohlen sowie der Kanalanschluss auf dem Programm. Die AVU liefert zudem eine provisorische Trafostation für den benötigten Strom und verlegt eine Löschwasserleitung“, so Schürholz. Am nördlichen Rand des Grundstücks seien die dort notwendigen Winkelstützwände bereits gesetzt worden.
Für Mitte April ist der Abzug der Tiefbauer und der Startschuss für die Hochbauer geplant. Bis zum Einzug der Mitarbeiter der Leitstelle, der Abteilung Bevölkerungsschutz sowie der Kreisfeuerwehrzentrale in das GAZ wird es noch rund drei Jahre dauern: Stand heute soll es ungefähr ab Ende 2026 / Anfang 2027 genutzt werden können.
Stichwort Gefahrenabwehrzentrum
Ende 2022 hatte der Kreistag für Planung und Bau ein Maximalbudget von 113,5 Millionen Euro freigegeben. Der Bauplan sieht eine GAZ Gesamtgröße von etwa 17.500 Quadratmetern für Büros, Hallen- und Freiflächen vor.









