Unter dem Punkt „Fragen und Anregungen der Einwohner“ meldete sich André Gütting zu Wort – und zwar nicht in seiner Funktion als SPD-Mitglied, sondern privat. Mit dabei waren auch seine Eltern. Diese wohnen am Helbecker Weg. Genauer gesagt neben einer ungenutzten Rasenfläche, die an den kleinen Spielplatz grenzt. Genau dort soll in den kommenden Wochen ein Pop entstehen. Ein Pop ist ein sogenannter „Point of Presence“. Also ein Gebäude in etwa so groß wie eine Garage, das die neue Technikzentrale für das Glasfasernetz bildet, das das Unternehmen Unsere Grüne Glasfaser bauen wird. Der Pop bildet als regionale Technikzentrale die Schnittstelle für alle Leitungen. Neben dem Pop ist in diesem Bereich auch der Neubau eines Kanals geplant. Dieses Bauvorhaben ist noch eine Maßnahme im Rahmen des Wiederaufbaus nach der Flut. Aus diesem Grund wird auch der marode Zaun erst einmal nur im Bereich des Spielplatzes erneuert. Die Anwohner sollten über dieses Vorhaben mit einem Schreiben informiert werden.
Ein Schreiben gab es, auch an Familie Gütting. „Es gab ein Schreiben an die Bewohner, das war allerdings kein Informationsschreiben, sondern eine Aufforderung zum Abriss aller Bauten, die unterhalb dieser Fläche stehen“, sagte André Gütting. Diese gehören laut Gütting zwar nicht zum Grundstück. Es habe jedoch bereits vor Jahrzehnten Gespräche mit der Gemeinde gegeben, dass diese genutzt werden darf. „Wie man das damals hat so gemacht hat. Man hat´s besprochen und gemacht, schriftliche Verträge gibt es nicht. Jetzt soll das alles weg. Und wenn das gemacht wird, rutscht mir der ganze Hang ab. Der müsste abgefangen werden und das ist finanziell eine Zumutung“, beschwert sich Gütting. Noch viel mehr ärgere ihn allerdings, dass die Verwaltung nicht zunächst das Gespräch gesucht habe.

Im öffentlichen Teil der Sitzung gab es dazu keine Stellungnahme. Der Punkt wurde, da es sich um eine Privatangelegenheit handelt, in den nicht öffentlichen Teil verlegt. Bürgermeisterin Birgit Tupat sagte im Nachgang der Sitzung auf Nachfrage, dass sich beide Parteien zunächst darauf verständigt hätten, sich noch einmal vor Ort mit allen Beteiligten zu treffen, um die weiteren Maßnahmen zu besprechen. Da werde sie dann auch persönlich vor Ort sein.









