Zuvor hatte der 52-jährige Familienvater und Geschäftsführer eines kunststoffverarbeitenden Unternehmens in seiner Bewerbungsrede seine Beweggründe für die Kandidatur und seine Ziele deutlich gemacht. „Gestalten statt verwalten“ sei sein Credo, betonte Howorka. Er sei bereit, sich den Herausforderungen des Bürgermeisteramtes zu stellen. „Wir müssen alle an einem Strang ziehen, um die Probleme der Kiersper Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten“. Wichtigste Punkte seien eine bessere medizinische Versorgung der Stadt, die Berücksichtigung des demografischen Wandels, eine Verbesserung des Freizeit- und Sportangebotes, der Ausbau des Fahrrad-Wegenetzes, und die Durchsetzung des Lkw-Durchfahrverbotes. Das sei möglich, wenn endlich die Fahrbahnabsenkung der B54 unter der Eisenbahnbrücke bei Oberbrügge vorgenommen werde.
Auch FWG-Vorsitzender Peter Christian Schröder führte diese Punkte in seiner Grundsatzrede auf, holte aber weiter aus und kritisierte zunächst die Bundespolitik, insbesondere die Reform der Schuldenbremse und die von der SPD angestrebte Steuererhöhungen, die dazu führe, dass „auch die letzten Leistungsträger unser Land verlassen.“
In den Kommunen müsse das umgesetzt werden, „was im Bundestag an falschen Entscheidungen beschlossen wird.“ „Wir sind langfristig und dauerhaft in allen kommunalen Bereichen einem enormen Veränderungsdruck ausgesetzt“, forderte er unverzügliches und konzeptionelles Handeln in allen Bereichen. Das werde jedoch seit Jahren von der Verwaltungsspitze konsequent abgelehnt, kritisierte er.
Einzige Lösung zur Schaffung einer Zukunft für Kierspe sei „die kompromisslose und ergebnisoffene Erstellung eines Stadtentwicklungskonzeptes“ und im Zuge dessen eines Verkehrskonzeptes. Die Bürgerinnen und Bürger forderte er zur Mitarbeit an der Gestaltung der Zukunft Kierspes auf und empfahl die FWG schließlich mit den Worten: „Wir wollen Verantwortung übernehmen mit einem guten Bürgermeisterkandidaten Nico Howorka und einer guten Mannschaft.“

Die Benennung dieser Mannschaft, die Wahl der Wahlkreiskandidaten, der Reserveliste und der Kreistagskandidaten waren weiterer Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung. Alle Kandidaten wurden einstimmig gewählt. Für den Kreistag kandidieren Georg Würth und Peter Christian Schröder.
Die Kandidaten der Reserveliste
- Schröder, Peter Christian
- Howorka, Nico
- Würth, Georg
- Sikora, Wolfgang
- Dörseln, Anica
- Maiwurm, Vera
- Howorka, Petra
- Hallmann, Tanja
- Hallmann, Leon
- Maiwurm, Claudia
- Otto, Lothar
- Böttcher, Thomas
- Hofmann, Monika
- Dr. Hülsmeyer, Peter
- Hentschel, Jörg
- Altenähr, Claas
- Dr. Langner-Hülsmeyer, Anja
- Dorowski, Detlef
- Haase, Petra
- Weimer, Klaus
- Käding, Wilfried
Die Besetzung der Wahlkreise:
010 Gemeindehaus Christuskirche – Böttcher, Thomas
020 FwH Wildenkuhlen – Hentschel, Heinz-Jörg
030 Pestalozzischule – Maiwurm, Vera
040 Kath. Gemeindehaus I – Schröder, Peter Christian
050 Kath. Gemeindehaus II – Hallmann, Leon
060 Evang. Gemeindehaus Rönsahl I – Howorka, Petra
070 Evang. Gemeindehaus Rönsahl II – Howorka, Nico
080 Dorfgemeinschaftshaus Bollwerk – Dr. Hülsmeyer, Peter
090 Freie Schule Erlen – Altenähr, Claas
100 Rathaus MzwR A – Maiwurm, Claudia
110 Schanhollenschule – Würth, Georg
120 Gesamtschule, Mensa – Hallmann, Tanja
130 Vereinsheim Kleingärtnerverein – Otto, Lothar
140 Hotel „Zur Post“ – Haase, Petra
150 Lutherhaus – Sikora, Wolfgang
160 Hotel „Unter den Linden“ I – Dörseln, Anica
170 Hotel „Unter den Linden“ II – Hofmann, Monika