Seit gut fünf Jahren bildet die Polizei im Rahmen der landesweiten Kampagne „Sicher im Alter“ ehrenamtliche Helfer – sogenannte Seniorenlotsen – aus, um ältere Mitmenschen in ihrem Umfeld präventiv für mögliche, gezielt gegen Senioren und Seniorinnen gerichtete Delikte oder Betrugsmaschen zu sensibilisieren (wir berichteten). Zwei Vertreter des Breckerfelder Seniorenlotsen-Teams, Uwe Brüggemann und Johannes Dennda, hatten nun für den 23. Januar in Kooperation mit der Kreispolizeibehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises sowie mit dem Brandschutzbeauftragten der Stadt Breckerfeld, Norbert Lohoff, zu einem Vortrag eingeladen, bei dem Seniorinnen und Senioren in der gut besuchten Cafeteria des Altenzentrums mehr zu Thema „Sicherheit im Alltag“ erfahren konnten.
Organisierte Tätergruppen
Zu Beginn der Veranstaltung erläuterten Brüggemann und Dennda, wie Täter mit immer neuen Maschen versuchen, ältere Menschen zu betrügen oder zu bestehlen. Brüggemann, selbst Ex-Kriminalbeamter, erklärte: „Oft agieren die Täter nicht alleine, sondern in organisierten Gruppen. Das macht es für die Opfer besonders schwer, sich zu wehren.“ Dennda ergänzte: „Umso wichtiger ist es, immer wachsam zu sein und beispielsweise unbekannten Anrufern mit gebotenem Misstrauen zu begegnen. Ein einfaches, aber effektives Mittel ist es, bei verdächtigen Anrufen einfach aufzulegen.“
Mit kurzen Filmen veranschaulichten die beiden Seniorenlotsen, wie Diebe im Team arbeiten und welche ‚gängigen‘ Methoden sie dabei anwenden. Im Anschluss hatten de Zuhörer Gelegenheit, den Kriminalpräventen Fragen zu stellen: „Und einige berichteten sogar von eigenen Erfahrungen, die sie mit verdächtigen Situationen gemacht haben“, so Dennda.
Danach übernahm Norbert Lohoff von der Freiwilligen Feuerwehr Breckerfeld das Wort und erklärte den Anwesenden anschaulich, wie man sich vor Bränden schützen kann: „Im Alltag lassen sich schon durch sehr einfache Maßnahmen Brandfälle verhindern“, sagte er. „Schon die richtige Handhabung von elektrischen Geräten oder die regelmäßige Kontrolle von Rauchmeldern kann Leben retten.“ Mit zahlreichen Exponaten und Bildern erklärte er wichtige Brandschutzmaßnahmen und gab den Seniorinnen und Senioren praktische Tipps für einen sicheren Alltag. Auch nach diesem Vortrag gab es Gelegenheit für Fragen, die der städtische Brandschutzbeauftragte Lohoff fachkompetent beantwortete.
Fortsetzung geplant
Sowohl die Heimleitung des Altenzentrums St. Jakobus, das eine Einrichtung der Diakonie Mark-Ruhr ist, als auch die drei Vortragsredner waren sich nach dieser gut besuchten Veranstaltung einig, dass es nicht bei diesem einen Vortrag zum Thema Prävention für die Bewohner des Seniorenheims bleiben soll: „Auch die Kooperation mit der Feuerwehr möchten wir gern in diesem Zusammenhang fortsetzen“, betonte Brüggemann.
Kontakt für Interessierte
Johannes Dennda ergänzte, dass sich darüber hinaus prinzipiell alle Seniorengruppen bei der Kriminalprävention der Kreispolizeibehörde melden können, wenn sie Interesse an einem Vortrag oder Gespräch oder Austausch mit den Breckerfelder Seniorenlotsen haben. Die Kontaktaufnahme läuft dabei über die Kriminalhauptkommissarinnen Bettina Frauenstein, Tel. 02333/91669211, und Kirsten Gehrisch, Tel. 02333/91669212.
Aktuell warne die Kriminalpolizei übrigens vor einer neuen Betrugsmasche: „Dabei geben sich Täter am Telefon als Polizeibeamte aus und behaupten, Bargeld und Schmuck vor Einbrechern sichern zu wollen“, so Uwe Brüggemann. Die Polizei rate dringend, solche Anrufe sofort zu beenden und keine Forderungen der „falschen Polizisten“ zu erfüllen.









