Im Minutentakt klingelt das Telefon beim Bauservice der Stadt Lüdenscheid: Nachfragen. Verständnisfragen. Unstimmigkeiten. Die Formalitäten zum Lkw-Durchfahrtsverbot für den reinen Transitverkehr kosten Zeit – und verlangen den städtischen Mitarbeitern einiges ab. Das sagt Pressesprecher Sven Prillwitz am Mittwoch, 7. Juni, auf Nachfrage von LokalDirekt.
Mehr als 700 Genehmigungen für weit über 1000 Lkw-Kennzeichen erteilten sie bereits in den vergangenen Tagen. Seit einer Woche können die Anträge zur freien Fahrt durch Lüdenscheid gestellt werden.
100 Anträge pro Tag
Das Gros stamme von Firmen und Spediteuren aus den umliegenden Kommunen, die eine Genehmigung im vereinfachten Verfahren ohne Prüfung bekommen. Gelegentlich gebe es auch Absagen, so Prillwitz, doch überwiegend seien die Anträge genehmigungsfähig. Im Schnitt bearbeiten zwei Bauservice-Mitarbeiter 100 Anträge täglich. Drei weitere sitzen am Telefon, um die unzähligen Anrufe zu beantworten.
Der enorme Aufwand, so vermutet es Sven Prillwitz, könnte noch andauern. „Mit Beginn des Verbots wird die Arbeit vielleicht sogar noch zunehmen.“ Doch wenn die Kontrollen der Polizei kämen, werde es sich das Verbot sowie das Prozedere um die Genehmigungen in der Lkw-Community sicher herumsprechen. Bis dahin ginge es beim Bauservice vermutlich noch eine Weile zu wie in einem Callcenter.
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