Wie sieht die Zukunft in der Vereinsarbeit aus? Wie bleiben Vereine langfristig Orte der Geselligkeit, Gestaltung und Vernetzung? Wie gewinnt man Nachwuchskräfte fürs Ehrenamt? Wo gibt es entsprechende Förderungen und wo schon kluge Ansätze? Um diese und weitere Fragen kreiste die jüngste Ausgabe der Online-Veranstaltungsreihe „REGIONALEr Freitag“ der REGIONALE 2025 in Südwestfalen. 40 Teilnehmer zählte die Online-Veranstaltung.
Wenn es um neue Mitstreiter für Vereinsarbeit geht, stehen oft junge Menschen im Zentrum der Überlegungen. Das muss nicht sein, erklärte Dr. Anna Grebe, Referentin für Ehrenamt, Kommunikation und Jugendpolitik. Auf jungen Menschen laste ohnehin viel Druck. Sie stünden beruflich wie privat vor vielen Veränderungen. Grebe regte daher an, die sogenannten „Best-Ager“ für Vereinsarbeit und Ehrenämter anzusprechen – am besten persönlich. Wer Karriere- und Familienplanung schon abgeschlossen habe, bringe dafür oftmals mehr Offenheit und auch mehr Zeit mit.
Beispiel der REGIONALE 2025 vom Sauerländischen Gebirgsverein
Der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) und der Westfälische Heimatbund (WH) sind in der REGIONALE 2025 aktiv.
Sie erarbeiten Lösungsansätze, um mehr Menschen für eine Vorstandstätigkeit in den Vereinen zu gewinnen. Die vielversprechendsten Wege werden im Projekt „Zukunftssicherung des Ehrenamts“ testweise erprobt und die Erfahrungen schließlich mit und in der Region Südwestfalen geteilt.
Viele Fördermöglichkeiten für Vereine
Beim „REGIONALEn Freitag“ wurden den 40 Teilnehmern aber auch Wege aufgezeigt, Projekte in ihren Vereinen umzusetzen – und darüber vielleicht auch neue Mitstreiter zu gewinnen. „Es gibt sehr viele Möglichkeiten für Vereine, Hilfe zu bekommen oder auch Fördergelder zu erhalten, um Projekte zu realisieren“, sagte Felix Liesen, Projektmanager im Team der REGIONALE 2025 bei der Südwestfalen Agentur. „Manchmal hilft schon ein Anruf bei der Kommune oder dem Dachverband, um Informationen zu bekommen. Die Hürden scheinen oft nur groß.“
Anna-Katharina Friedrich von der Deutschen Stiftung Ehrenamt und Engagement (DSEE) zeigte auf, dass die DSEE sowohl Vereine bei der Nachwuchsgewinnung als auch jungen Engagierten bei der fachlichen und persönlichen Entwicklung im Ehrenamt helfe. Franziska Wendt von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) erklärte wiederum in der Online-Veranstaltung, wie Projekte über die DKJS gefördert werden können, die Kinder und Jugendliche selbst initiiert und geplant haben.
Im Nachgang der Veranstaltung erreichten die Südwestfalen Agentur einige Rückmeldungen und auch der Vorschlag, einzelne Themen noch einmal vertieft aufzugreifen. „Der Bedarf am Austausch zur Zukunft des ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements in Südwestfalen ist groß. Wir werden gemeinsam mit Partnern aus dem südwestfälischen Netzwerk wie den LEADER-Regionen an weiteren Unterstützungsmöglichkeiten überlegen“, sagte Dr. Stephanie Arens, Leiterin der REGIONALE 2025 bei der Südwestfalen Agentur.
Der Termin für den nächsten REGIONALEn Freitag steht übrigens auch schon. Am 24. März 2023 geht es dann um das Thema „Smart Cities“ und erste Beispiele aus dem Bundesmodellprojekt in Südwestfalen. Für die einstündige Online-Veranstaltung können sich Interessierte bereits anmelden: www.regionale-suedwestfalen.com/veranstaltungen.
Die REGIONALE 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW. Sie wird aus Mitteln der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.










