Michael Brosch erinnerte an den Ausnahmezustand, in dem sich Familien, Freunde und Bekannte der jungen Leute befanden und an das Aufatmen bei der Ankunft der Gruppe in Halver.
Andrea Reich und Saskia Lau, die Leiterinnen des Austausches, wurden vom Publikum in der Aula der Humboldtschule mit reichlich Applaus bedacht.

Zuvor hatte die Kantorei Halver unter der Leitung von Patrick Kampf mit zwei Liedern des offiziellen Teil des Neujahrsempfang eröffnet.
Schulleiter Reiner Klausing begrüßte in der Rolle des Gastgebers die Anwesenden. Unter ihnen waren neben zahlreichen Vertretern aus Politik, Vereinen, THW, DRK, der Feuerwehr und der Polizei auch Landtagsabgeordneter Gordan Dudas, der ehemalige Bürgermeister Dr. Bernd Eicker und Thorsten Hering vom Vorstand der Sparkasse an Volme und Ruhr. Reiner Klausing nutzte die Gelegenheit einen Wunsch und eine Warnung auszusprechen. „Ich wünsche mir für das neue Jahr Geduld, Zuversicht und gute Kommunikation“, sagte er. Zudem warnte davor, auf die einfachen Lösungen hereinzufallen, die Populisten für schwierige Fragen und Sachverhalte anböten.

2023 sei das „Jahr der Feuerwehr“ gewesen, sagte Michael Brosch in seinem Rückblick. Er erinnerte an die geplante Gründung der Kinderfeuerwehr, die Anschaffung neuer Fahrzeuge, den Neubau des Gerätehauses in Anschlag sowie den Anbau an das Gerätehaus des Löschzuges Stadtmitte. „Das alles wird die Schlagkraft unserer Feuerwehr erhöhen.“ Er dankte den Einsatzkräften für rund 300 Einsätze, die im vergangenen Jahr bewältigt wurden.

Eine gute Nachricht sei auch die Rückkehr des Tortenateliers ins Schieferhaus, sagte Michael Brosch. Er dankte insbesondere der Bürgerstiftung, namentlich Stefan Czarkowski, Dieter Hoffmann, Christiane Dahlhaus und Dietrich Turck. Sie unterstützen das Vorhaben, das Stefano Gallus und seinem Team einen Neuanfang ermöglicht.
„Nach sieben fetten Jahren kommen sieben magere Jahre“, sagte der Rathaus-Chef mit Blick auf die städtischen Finanzen. Die Stadt Halver stehe vor großen Herausforderungen. Sie werde aber nicht nur sparen, sondern auch einige Projekte weiter verfolgen. Dazu zählte er unter anderem die Verlegung des städtischen Bauhofs ins Gewerbegebiet Leifersberge und den weiteren Ausbau der Fotovoltaik. Als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz bezeichnete er die Renaturierung des Bereichs zwischen der Karlshöhe und dem Haus Waldfrieden.

Unter den Gästen des Neujahrsempfangs war auch der Münsteraner Künstler Christoph Sandkötter. Er hat den Auftrag zur Errichtung eines Holocaust-Denkmals erhalten. Als Gewinner der Ausschreibung erhielt er am Sonntag eine Urkunde und das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro.
Nach seinem Entwurf soll am Kulturbahnhof eine vier Meter lange und zwei Meter hohe Doppelwelle aus Cortenstahl errichtet werden. Sie wird an die Deportation der Familie Laubinger und anderer Menschen erinnern, die während der NS-Zeit in Konzentrationslager verschleppt und ermordet wurden. Die Silhouetten der Menschen sind in der doppelwandigen Installation ausgespart. „Als Zeichen für die Luft, die ewig ist“, sagte Christoph Lobinger am Sonntag. Die Stadt rechne mit Kosten von etwa 20.000 Euro, die durch Spenden aufgebracht werden sollen, erläuterte Michael Brosch.
Zudem verlieh der Bürgermeister den Heimatpreis an zwei Halveraner Gruppierungen. Den ersten Preis erhielt die Gruppe „Senioren helfen Senioren“ um Walter Panne. Die Ehrenamtlichen unterstützen Ältere in Halver mit kleinen Dienstleistungen – vom Wechsel einer Glühlampe bis zum Einkauf. Zweiter Preisträger ist der Hegering Halver. Er erhielt die Auszeichnung für seine Verdienste im Umwelt- und Naturschutz.

Nicht fehlen durfte zwischenzeitlich der Rückblick in Bildern. Andrea Reich hatte eine unterhaltsame Fotoshow zusammengestellt, die die 365 Tage des vergangenen Jahres Revue passieren ließ.









