Drolshagen. Bei der Kommualwahl am 14. September 2025 hatten die Bewohner von Drolshagen einen Stimmzettel mehr als die meisten Gemeinden im Umfeld, den sie ausfüllen mussten: Per Ratsbürgerentscheid stimmten knapp zwei Drtittel für einen Erhalt des Stadtbades.

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Nun stimmte der Rat in der vergangenen Sitzung einstimmig für eine Bewerbung um Fördergelder aus dem bundesweiten Programm "Sanierung kommunaler Sportstätten". Mit nunmehr 9,4 Millionen Euro wird die Sanierung deutlich teurer als nach anfänglichen Schätzungen (zirka fünf Millionen Euro). Grund hierfür seien Sicherheitszuschläge und steigende Baukosten.

Erste Mittel für die Sanierung sollen bereits im Haushalt für das laufende Jahr ausgewiesen werden. Die Sanierung wird sich laut Projektskizze bis 2029 hinziehen. Die Bundesförderung könnte 45 Prozent der Gesamtkosten, also bis zu 4,3 Millionen Euro, dazuschießen.

Nach dem für die Stadtverwaltung rechtlich bindenden Entschluss der Bürger, das Bad erhalten zu wollen, muss diese nun bei steigenden Kosten für die Finanzierung sorgen. Details wie die künftige Qualität des Bades müssen noch ausgeführt werden. Formal ist damit aber der Weg geebnet, dass 45 Prozent der Sanierungskosten vom Bund übernommen werden könnten.

Bürgermeister Ulrich Berghof dämpfte jedoch mögliche Euphorie. Es gebe „eine Vielzahl von Bewerbern“ für den Fördertopf. Man könne nur „hoffen, dass wir Erfolg haben“. Selbst bei einer Förderzusage sei „nicht kurzfristig ein neues Bad da“. Parallel zum Förderantrag werde sich die Verwaltung nach weiteren Fördermöglichkeiten umsehen.