Die Basketballgemeinschaft in Iserlohn trauert um Kai Beutler, der am 7. März im Alter von 66 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstorben ist. Beutler war über mehr als vier Jahrzehnte mit dem Basketball in Iserlohn eng verbunden — zunächst als Spieler und später vor allem als Unterstützer, Organisator und Ideengeber.

Kai Beutler entdeckte seine Leidenschaft für Basketball in den 1970er-Jahren am Märkischen Gymnasium,. Zuvor galt seine sportliche Leidenschaft vor allem dem Volleyball. Während seiner Studienzeit spielte der diplomierte Grafik-Designer zeitweise beim UBC Münster und beim MBC, bevor er sich dem TuS Iserlohn anschloss.

In Iserlohn blieb er dem Verein über viele Jahre treu. Erst mit über 40 Jahren beendete er seine aktive Laufbahn, nahezu zeitgleich mit einigen seiner langjährigen Mitspieler, darunter Thomas Keienburg, Axel Pütter, Andreas Knode, Ralf Feser und Michael Dahmen, die bis heute mit den Kangaroos verbunden sind.

Vielseitiges Engagement im Verein

Beutlers Engagement ging dabei über das Spielfeld hinaus. „In der familieneigenen Druckerei entstanden die ersten Spieltagshefte des Vereins, und als mit Cunnie Williams der erste amerikanische Spieler nach Iserlohn kam, bot die Familie Beutler ihm Unterkunft“, heißt es im Nachruf der Iserlohn Kangaroos. Als Teammanager und 1. Vorsitzender übernahm Beutler zudem eine zentrale Rolle in der Vereinsorganisation und war entscheidend daran beteiligt, den Verein zurück in die 2. Basketball-Bundesliga zu führen.

Ein besonderer Fokus seiner Arbeit lag dabei auf der Förderung der Nachwuchsarbeit. Als 2003 der Förderverein zur Unterstützung der Basketballjugend in Iserlohn gegründet wurde, übernahm Kai Beutler den Vorsitz und blieb es bis zuletzt.

2018 gehörte er zu den elf Gesellschaftern, die die Betreibergesellschaft der Profimannschaft gründeten und damit den organisatorischen Rahmen und die Professionalität für den Spielbetrieb der Kangaroos schufen.

Viele Jahre habe er sich dafür eingesetzt, dass junge Spielerinnen und Spieler in Iserlohn gute Bedingungen vorfinden und den Schritt in den Seniorenbereich schaffen: „Sein Engagement für den Verein wird noch lange nachhallen“, betonen die Iserlohn Kangaroos.

„Viele Projekte tragen seine Handschrift“

Mit Beutlers Tod verliere der Verein nicht nur einen großartigen Sportler, sondern auch einen Menschen, der unermüdlich für den Basketball gearbeitet habe: „Wer ihm begegnete, erlebte ihn als neugierigen und gut informierten Gesprächspartner, der gerne Kontakte knüpfte und Menschen zusammenbrachte." Er werde vielen Menschen als langjähriger Begleiter und Wegbereiter des Iserlohner Basketballs in Erinnerung bleiben.

„Die Gedanken der Kangaroos gelten seiner Familie und allen, die ihm nahestanden", so die Iserlohn Kangaroos.