„Nein, wir machen nicht für immer zu“, gibt Anna Weber auf Nachfrage von LokalDirekt Entwarnung. Das Mutter-Tochter-Duo Lydia und Anna Weber eröffnete im März letzten Jahres ihre Nähwerkstatt „Zweite Naht“ mit dem Ziel, alte Kleidungsstücke aufzuwerten – wir berichteten. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Nachhaltigkeit, wobei vergessene Kleidungsstücke im Kleiderschrank eine zweite Chance erhalten sollen, anstatt sofort weggeworfen zu werden.

Konzept der Nachhaltigkeit geht verloren
Dies war der ursprüngliche Plan, doch nach fast einem Jahr im Schalksmühler Ortskern stellte sich heraus, dass dies schwieriger ist als gedacht. Das Problem: „Es kommen extrem viele Aufträge für Änderungen rein“, und diese beanspruchen viel Zeit, wodurch der Fokus auf das eigentliche Ziel – die Aufwertung alter Kleidung – verloren geht, bedauert Weber.
Dabei sind die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt: In der Vergangenheit wurden aus alten Jeans Kochschürzen genäht, aus alten Hosen ein Rock gefertigt. „Wir haben so viele alte Jeans bekommen, mit denen wir arbeiten könnten“, sagt Weber. Nun gilt es für die Schneiderin, zu ihrem ursprünglichen Konzept zurückzukehren und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.
Derzeit stehen sie ihren Kunden nur auf Anfrage zur Verfügung. Während ihrer Öffnungszeiten sind die beiden Schneiderinnen daher nicht im Laden zu sehen. Bald soll jedoch ein Neustart erfolgen. „Wir wollen umstrukturieren“, verrät Weber. Wie genau der Neuanfang aussehen soll, ist noch nicht sicher. Fest steht jedoch, dass sie zu ihren alten Wurzeln zurückkehren wollen. „Nachhaltige Produkte werden wieder in den Fokus gerückt“, verspricht sie.









