Oben an der Volme. Am 23. Februar starteten sowohl für die Kleinprojekte als auch für die LEADER-Projekte die ersten Aufrufe – die Frist endet am 23. März. Allerdings laufen beide unter dem (Förder-)Vorbehalt, da die entsprechenden Richtlinien der zuständigen Ministerien bisher noch nicht veröffentlicht worden sind, das teilt Regionalmanagerin Friederike Bönnen mit.
Zudem werde das Budget für die Kleinprojekte im kommenden Jahr voraussichtlich kleiner ausfallen als in den vergangenen Jahren, sodass von einem schärferen Wettbewerb der Projekte ausgegangen werden müsse.
Auf der Jahreshauptversammlung (22. Februar) nahmen die Mitglieder einen letzten Feinschliff an den objektiven Projektbewertungskriterien vor, auf deren Grundlage die LAG ihre Entscheidungen fällen werde. Auch personell wurden die Weichen für die kommenden Jahre gestellt: Nachdem die Bezirksregierung im Dezember 2022 die Förderung des Regionalmanagements für die neue Förderphase bewilligt hat, galt es, neben der unbefristeten Personalstelle von Friederike Bönnen einen Dienstleistungsauftrag für das Regionalmanagement auszuschreiben.
„Region weiter nachhaltig und lebenswerter aufstellen“
Nach erfolgter europaweiter Ausschreibung ging der Auftrag am 8. Februar an das Büro neuland+, in Person Susanne Neumann. Damit bleibe die Besetzung des Regionalmanagements, welches die Projektträger bei der Umsetzung ihrer Projekte berät und unterstützt, weiterhin bestehen.
„Wir freuen uns sehr, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, auch in den nächsten Jahren die Projektträger gemeinsam zu begleiten, mit ihnen spannende Projektideen zu entwickeln und so einen Beitrag dazu leisten zu können, die Region weiter nachhaltig und noch lebenswerter aufzustellen“, so die beiden Regionalmanagerinnen.
Für Frühsommer Tour durch die Kommunen geplant
All jene, die sich für den LEADER-Aufruf interessieren, aber noch nicht so weit in ihren Überlegungen sind und/oder noch nicht viel über das Förderprogramm wissen, müssten aber nicht lange auf den nächsten Aufruf warten: Im Frühsommer „tourt“ das Regionalmanagement laut Mitteilung durch alle Kommunen, informiert in abendlichen Veranstaltungen über die Details des Programms und berät zu ersten Projektideen. Vom 1. Juli bis zum 31. August folge dann schon der der nächste LEADER-Förderaufruf. Weitere Informationen gibt es online und bei den Regionalmanagerinnen Friederike Bönnen und Susanne Neumann.
Zur Vorbereitung des Starts der neuen Förderphase habe sich in den vergangenen Wochen und Monaten einiges getan: So hat der Verein Regionalentwicklung Oben an der Volme, welcher den LEADER-Prozess in der Region organisiert und begleitet, im Oktober letzten Jahres unter anderem seine Satzung an die neue Förderphase angepasst (vor allem, da nun auch die Ebbegemeinde Herscheid Teil der Gebietskulisse ist) und die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) gewählt. Die LAG ist das regionale Entscheidungsgremium im LEADER-Prozess, welches über die Förderwürdigkeit der Projekte entscheidet.
Die Region Oben an der Volme mit den Kommunen Herscheid, Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle hatte Ende 2021 einen Beteiligungsprozess gestartet, aus dem als Ergebnis eine neue Regionale Entwicklungsstrategie hervorgegangen ist. Mit dieser hatten sich die fünf Kommunen um eine erneute Aufnahme in das Förderprogramm beworben – mit Erfolg: Im Mai 2022 kam die Botschaft, dass Oben an der Volme eine von insgesamt 45 LEADER-Regionen in der kommenden Förderphase in NRW sein wird.
2,3 Millionen Euro Fördermittel für Oben an der Volme
Damit stehen ihr für den Zeitraum der Förderperiode 2,3 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung, welche im Rahmen von Aufrufen an verschiedene Projektträger vergeben werden können. Voraussetzung für die Projekte ist, dass sie einen Beitrag zur Umsetzung der Regionalen Entwicklungsstrategie leisten und einen innovativen Charakter für die Region haben. Antragsteller können sowohl Vereine als auch Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen sein.
Außerdem habe die Region als Teil des LEADER-Programms die Möglichkeit, jährlich ein zusätzliches Budget für die sogenannten „Kleinprojekte“ zu beantragen (soweit es vom Fördermittelgeber bereitgestellt wird), welche in der Regel kleiner und niederschwelliger als die LEADER-Projekte seien und im laufenden Kalenderjahr abgeschlossen sein müssen.









