Lüdenscheid. Für bessere Löhne, für das Recht auf Mitbestimmung und für Respekt gegenüber den Beschäftigten: Seit mehr als 130 Jahren gehen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am 1. Mai auf die Straße.
„Wir dürfen nicht die Ellenbogen ausfahren, sondern wir müssen zusammenhalten“, sagte Bernd Benscheidt, stellvertretender Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Mark, bei der Vorstellung des Programms für den 1. Mai. Daran müsse angesichts der Dauerkrisen immer wieder erinnert werden. Inflation, hohe Energiepreise, die Folgen des Kriegs gegen die Ukraine – das alles mache den Menschen schwer zu schaffen. Vor diesem Hintergrund lautet das Motto für den 1. Mai auch „Ungebrochen solidarisch“. „Die starken Schultern müssen mehr tragen als die schwachen“, fordert Bernd Benscheidt.
Die Gewerkschaften wollen am 1. Mai zudem auf die Herausforderungen der Transformation der Industrie in Südwestfalen aufmerksam machen, erklärten Kevin Dewald, Gewerkschaftssekretar der IG Metall, und Clemens Bien, Organisationssekretär den DGB-Region Ruhr Mark.
Daneben soll am 1. Mai kräftig gefeiert werden. Rund 100 Freiwillige sind am 1. Mai am Start, damit aus der Kundgebung und dem Familienfest auf dem Rathausplatz eine runde Sache wird.
Auf dem Programm der Kundgebung stehen Ansprachen von Bernd Schildknecht, Vorsitzender DGB Kreis Mark, Bürgermeister Sebastian Wagemeyer, Torsten Kasubke, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, Michael Schnippering (Ver.di) und ein Beitrag der IG Metalljugend zur Situation rund um die Brückensperrung.
Musik macht in diesem Jahr die Lüdenscheider John Porno Band.
Dazu kommt ein buntes Familienfest mit Angeboten für Kinder sowie Imbiss- und Getränkeständen. Sie werden von Freiwilligen der IG Metall, der alevitischen Gemeinde, dem DRK und dem Jugendrotkreuz, der SOKO-Respekt, der Gewerkschaft der Polizei, Ver.di, GEW, dem Integrationsrat, dem Kinderschutzbund, dem Weltladen, der Friedensgruppe Lüdenscheid und der Young Caritas betrieben.
„Von diesem Einsatz lebt die Maifeier in Lüdenscheid“, sagte Clemens Bien. Er schätzt, dass die Veranstaltung auf dem Rathausplatz die größte in ganz Südwestfalen ist.








