Zu den Hintergründen heißt es in der Sitzungsvorlage: „Bislang haben alle Schülerinnen und Schüler mit entsprechendem Anspruch nach der Schülerfahrkostenverordnung NRW ein Schulwegmonatsticket erhalten, das ausschließlich für den Fahrweg vom Wohnort bis zur Schule und zurück gültig war. In der Bürgermeisterrunde des Märkischen Kreises besteht Einigkeit, möglichst eine einheitliche Lösung zumindest auf Kreisebene zu schaffen. Ansonsten könnte eine unterschiedliche Fahrkartenlösung gerade im Bereich der weiterführenden Schulen ein Standortvorteil bzw. -nachteil sein.
Letztlich bestand in der Bürgermeisterrunde überwiegende Einigkeit, das sogenannte Fakultativmodell anzuwenden. Bei diesem Modell erhalten alle anspruchsberechtigten Schülerinnen und Schüler, die bislang ein Schulwegmonatsticket erhalten haben, ein Deutschlandticket. Eigenanteile werden durch den Schulträger nicht erhoben. Die generierte Einsparung des Schulträgers fließt in einen Fonds (Gemeinschaftspool für Tarifgemeinschaft Ruhr-Lippe). Schülerinnen und Schüler ohne Anspruch nach der Schülerfahrkostenverordnung haben die Möglichkeit, für monatlich 29 Euro ein vergünstigtes Deutschlandticket im Abo zu erwerben. Die Differenz zum regulären Preis wird aus dem Fonds getragen. Sollten die Mittel im Fonds nicht ausreichen, so würde das Land NRW die Differenz ausgleichen.
Summe im Haushalt bleibt unverändert
Für reine Schülertickets müsste die Stadt Plettenberg rund 760.000 Euro zahlen. Die Ausstattung mit Deutschlandtickets aller Schülerinnen und Schüler mit Anspruch würde rund 680.000 Euro kosten. Die Differenz von rund 80.000 fließt in den Fonds. Bei der Berechnung der Zahlen wurden die Schülerzahlen und die Ticketpreise des Schuljahres 2022/2023 herangezogen, so dass es noch Verschiebungen geben kann. Letztlich entsteht für den städtischen Haushalt durch das Fakultativmodell weder eine Kostenerhöhung noch eine Einsparung, da die Summe der Aufwendungen unverändert bleibt.“
Bürgermeister Ulrich Schulte betonte im Rat, dass diese Regelung erst einmal nur für das Schuljahr 2023/2024 gelte. Wie es dann weitergeht, hänge von der Preisentwicklung beim Deutschlandticket ab.
Katharina Rittinghaus (Grüne) begrüßte diese Regelung. Die Schüler könnten dadurch auch am Nachmittag und für andere Strecken das Busticket nutzen und wären somit nicht aufs Eltern-Taxi angewiesen.
Lesen Sie zu diesem Thema auch:








