„Es war einfach mega. Nächstes Jahr wird es auf jeden Fall eine Wiederholung geben“, freute sich Stefan Rapp von der Lennekirche. Die Gemeinde hatte das Sommerferien-Camp in Nachrodt organisiert. Es war eine Premiere. Ein ähnliches Konzept habe es bereits in Lüdenscheid gegeben und das kam so gut an, dass die Nachrodter nun selbst ein Camp organisierten. „Eigentlich lag die meiste Arbeit bei den Texanern. Sie haben auch alles mitgebracht. Unter anderem auch ein Trikot für jeden“, erzählte Rapp.
Baseball sei eigentlich wie Brennball, jedoch wesentlich komplexer. Jeden Tag stand daher Regelkunde auf dem Programm. „Aber wir kennen immer noch nicht alle Regeln“, gibt Rapp lachend zu. Sprachbarrieren gab es übrigens nicht. Die Jugendlichen hätten die Texaner, die nur Englisch sprechen, gut verstanden und sogar die Jüngeren hätten schnell erste Gespräche auf Englisch geführt. Eine gute Sprachübung. „Allerdings hatten wir auch immer einen Dolmetscher dabei. Wir wollten nicht, dass jemand in die Verlegenheit kommt, zugeben zu müssen, etwas nicht verstanden zu haben“, erklärte der Organisator.

Besonders gefreut habe Rapp zu sehen, wie die Teams zusammengewachsen sind. Die meisten hätten sich im Vorfeld nicht gekannt. In der Teamzeit sei dann jedoch schnell ein reger Austausch entstanden. „In der Teamzeit ging es natürlich auch immer mal um das Thema Glauben. Aber hier wurde jede Meinung akzeptiert. Wir hatten hier auch Atheisten und Muslime. Das war ein toller und bereichernder Austausch“, berichtete Stefan Rapp. Es sei ein sehr respektvolles Miteinander gewesen.
Für die Texaner war die Reise nach Deutschland etwas ganz Besonderes. Für einige war es die erste Reise nach Europa. Neben dem ganzen Training blieb für sie auch noch Zeit, die Umgebung zu erkunden. „Am Mittwoch waren wir zum Beispiel in der Dechenhöhle. Wir dachten, das sei etwas Besonderes, aber sie haben uns dann erklärt, dass es in Texas auch viele Tropfsteinhöhlen gibt“, erzählte Rapp. Außerdem wurde die Burg Altena erkundet, um die Fülbecke gelaufen, in Dortmund eingekauft und die St. Josefs Kirche präsentiert. Die möchte die Gemeinde kaufen und – wie bereits mehrfach berichtet – zu einer Spiel- und Sportkirche umbauen.
Fotogalerie zum Baseball-Camp:










Krönender Abschluss war das Eltern-Training sowie der Texas-Abend als Abschied, den hatten die amerikanischen Gäste organisiert. Es gab typisch texanisches Chili und viele Aktionen, wie zum Beispiel Hufeisen werfen. Schon jetzt ist klar, dass die Texaner im kommenden Jahr wiederkommen werden. Und auch ein Gegenbesuch sei nicht ausgeschlossen. Konkret geplant sei das jedoch noch nicht. „Ich glaube schon, dass hier echte deutsch-amerikanische Freundschaften entstanden sind“, freute sich Rapp.









