Bürgermeister Sebastian Wagemeyer hat am Mittwoch, 8.Juli, vor dem Rathaus eine Flagge mit der Aufschrift „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden) gehisst. Begleitet wurde er von Mitgliedern der Friedensgruppe Lüdenscheid.

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Kritik an Aufrüstungspoltik

Die Stadt Lüdenscheid beteiligt sich zum dritten Mal an dem gleichnamigen internationalen Aktionstag, mit dem ein Zeichen für nukleare Abrüstung und Frieden gesetzt werden soll.

„Die zahlreichen Kriege und Konflikte auf der Welt haben in den vergangenen Jahren zu einer Aufrüstung geführt, statt weiter auf Abrüstung zu setzen“, sagte Sebastian Wagemeyer. Hinzu komme: Die Diskussionen um Atomwaffen, Schutzschirme und nukleare Aufrüstung würden nicht nur vermehrt, sondern auch in einem zunehmend schärferen Ton geführt. Das sei der falsche und obendrein ein gefährlicher Weg. Deshalb sei es umso wichtiger, wieder zu Besonnenheit und Diplomatie zurückzukehren und „klare Botschaften zu senden“ — auch auf kommunaler Ebene, so Wagemeyer.

Hinter dem Namen „Mayors for Peace“ steht eine internationale Organisation, die der Bürgermeister der japanischen Stadt Hiroshima 1982 gegründet hat. Das Netzwerk setzt sich für die Abschaffung von Atomwaffen und für ein weltweit friedliches Miteinander ein. Knapp 8500 Städte aus 166 Ländern beteiligen sich jährlich am sogenannten „Flaggentag“ der Aktion und hissen die grün-weiße Flagge. Lüdenscheid ist seit 2024 dabei. Ein Jahr zuvor hatte der Rat den Beitritt einstimmig beschlossen.