Der Ennepe-Ruhr-Kreis liegt ab sofort in einer Restriktionszone wegen der Blauzungenkrankheit. Auslöser ist der Nachweis des Virus vom Serotyp 8 (BTV8) bei einem Kalb in der Städteregion Aachen. Der festgelegte Umkreis von 150 Kilometern um den betroffenen Betrieb umfasst auch das gesamte Kreisgebiet.
Impfungen dringend empfohlen
Die Kreisverwaltung des Ennepe-Ruhr-Kreises weist darauf hin, dass damit für Halter von Rindern, Schafen und Ziegen besondere Auflagen gelten, vor allem beim Transport der Tiere. Außerdem warnt das Veterinäramt, dass insbesondere ungeimpfte Tiere weiterhin stark gefährdet sind. „Tiere, die bislang nicht geimpft sind oder noch keinen Kontakt zum Virus hatten, sind nach wie vor gefährdet. Dies betrifft in besonderem Maße Jungtiere“, heißt es aus dem Amt. Um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern und Handelshemmnisse zu vermeiden, werde empfohlen, empfängliche Tiere zeitnah gegen den Serotyp 8 impfen zu lassen.
Auch Serotyp 3 weiterhin präsent
Neben BTV8 spielt weiterhin auch der Serotyp 3 eine Rolle. Dieser ist nach Angaben des Landesministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz im gesamten Bundesgebiet verbreitet. Es empfehle daher dringend, die Impfungen gegen BTV3 bei empfänglichen Tieren fortzuführen, um unnötiges Tierleid zu verhindern und Tierverluste zu minimieren. Sowohl Grundimmunisierungen als auch Wiederholungsimpfungen sollten spätestens bis Mai abgeschlossen sein.
Schwere Folgen für erkrankte Tiere
Eine Infektion mit dem Virus der Blauzungenkrankheit kann bei Schafen und Rindern zu schweren klinischen Symptomen, Aborten und auch zum Tod führen. Die Genesung dauert häufig Wochen oder Monate, eine vollständige Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit ist nicht immer möglich. Auch Ziegen, Kameliden und Wildwiederkäuer können betroffen sein.
Erfahrungen aus dem Vorjahr
Zuletzt hatte es im Sommer 2024 in Nordrhein-Westfalen eine größere Ausbruchswelle gegeben. Auch im Ennepe-Ruhr-Kreis waren damals zahlreiche Krankheitsfälle registriert worden. Die Kreisverwaltung erinnert Tierhalter daran, die Schutzmaßnahmen weiterhin ernst zu nehmen.
Ansprechpartner und Informationen
Für Fragen stehen im Veterinäramt des Ennepe-Ruhr-Kreises Jörg Trestik, Dr. Ursula Mischke-Koning und Barbara Paß unter den Telefonnummern 02336/932410, 02336/932404 und 02336/932402 oder per E-Mail an [email protected] zur Verfügung.
Weitere Informationen finden Tierhalter zudem auf den Internetseiten der Tierseuchenkasse Nordrhein-Westfalen sowie des Friedrich-Loeffler-Instituts. Detaillierte Vorgaben hat auch das Landesamt für Verbraucherschutz und Ernährung Nordrhein-Westfalen veröffentlicht.










