Ennepetal. Rund um das Nationale Naturmonument Kluterthöhle entsteht in den kommenden Jahren ein neuer, ganzjährig nutzbarer Erlebnisraum.
Aufenthalt soll attraktiver gestaltet werden
Mit dem Projekt „Klutopia“ entwickelt die Stadt Ennepetal gemeinsam mit dem Arbeitskreis Kluterthöhle und dem GeoPark Ruhrgebiet den oberirdischen Bereich des Areals weiter. Ziel ist es, den Aufenthalt vor und nach dem Höhlenbesuch attraktiver zu gestalten und den stark frequentierten Eingangsbereich zu entzerren. Die Stadt spricht von einem „ganzheitlichen Erlebnis über und unter Tage“, das die Kluterthöhle als überregionalen Erlebnis- und Lernort stärken soll.
Offenes Erlebnis — auch ohne Ticket
„Klutopia“ soll als offenes, barrierearmes Angebot entstehen, das unabhängig von Öffnungszeiten genutzt werden kann. Naturerlebnis, Wissensvermittlung und moderne Informationsformen werden dabei miteinander verbunden. „Besucherinnen und Besucher sollen Wartezeiten sinnvoll nutzen und den Ort schon vor dem Höhlenbesuch entdecken können“, heißt es aus der Stadtverwaltung.
Neues Besucher- und Infozentrum mit Erlebnisraum
Ein zentraler Baustein ist der Umbau des bisherigen Gebäudes am Höhleneingang. Künftig werden dort Kassenbereich, Tourist-Information und das Infozentrum des GeoParks unter einem Dach gebündelt. Ergänzt wird das Angebot durch einen immersiven Medienraum: Mit moderner Technik sollen dort Inhalte zur Entstehung der Höhle räumlich erlebbar werden — und so auch Einblicke in Bereiche geben, die im regulären Betrieb nicht zugänglich sind.
Themenrundweg und digitale Begleitung
Oberhalb des Gebäudes entsteht auf den Wegen am Klutertberg ein thematischer Rundgang mit mehreren Informationsstationen. Im Fokus stehen die Entstehung der Höhle, geologische Besonderheiten und Naturschutzthemen. Ergänzend ist eine Web-Anwendung geplant, die Informationen bündelt, interaktive Elemente bietet und den Aufenthalt vor Ort digital begleitet.
Zeitplan bis 2028
Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt:
- 2026 liegt der Schwerpunkt auf den Maßnahmen am Klutertberg. Dazu zählen unter anderem der Wegebau sowie die konzeptionelle Ausgestaltung der Stationen und des Informations- und Leitsystems.
- 2027 konzentrieren sich die Arbeiten auf den Bereich am Höhleneingang. In diesem Zeitraum ist der Umbau des Gebäudes sowie die inhaltliche Ausgestaltung des Besucher- und Infozentrums vorgesehen.
- 2028 steht die Umsetzung der medialen Inhalte im Mittelpunkt. In diesem letzten Projektabschnitt wird unter anderem der immersive Medienraum im Infozentrum realisiert.
Der Abschluss des Gesamtprojekts ist für Ende 2028 vorgesehen.
Finanzierung und aktueller Stand
Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei rund 600.000 Euro. 90 Prozent werden über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie das Land Nordrhein-Westfalen im Förderprogramm „Erlebnis.NRW“ finanziert. Die Umsetzung hat bereits begonnen: „Aktuell werden Konzepte vertieft und die einzelnen Schritte mit Fachstellen und Partnern abgestimmt“, teilt die Stadt Ennepetal am Montag, 23. Februar, mit.











