Es war eine Premiere: Zum ersten Mal hat es einen Schüleraustausch zwischen französischen und deutschen Schülern am AFG gegeben. Schon vor der CoronaPandemie bemühten sich die Französischlehrer Alexander Spiller und Meike Kümper um eine dauerhafte Partnerschule, um den AFG-Schülern neben den kleineren Fahrten nach Paris auch einen Austausch mit gleichaltrigen Schülern zu ermöglichen. „Wir hoffen auf eine Regelmäßigkeit“, so Spiller im Gespräch mit LokalDirekt.
Vom 3. bis zum 9. Mai war es dann soweit: 16 deutsche Neuntklässler besuchten am Mittwoch, 3. Mai, die französische Partnerschule Collège Ronsard in der Partnerstadt Hautmont, wo sie über das Schulbuch hinaus erste Eindrücke vom Unterricht sammeln konnten. Am Samstag, 6. Mai, ging es dann schließlich gemeinsam mit den französischen Schülern nach Deutschland. Hier standen verschiedene Aktivitäten auf dem Programm, darunter eine Stadtführung durch Köln.
Obwohl der Bus für die Rückreise in die Heimat am letzten Tag des Austauschs, 9. Mai, bereits bereitstand, hatte Schulleiter Paul Meurer noch einige letzte Worte für die französischen Austauschschüler: „Ich freue mich, dass ihr bei unseren Familien der Schule zu Gast sein konntet, so wie unsere Schüler bei euch zu Gast waren. Das ist für ein offenes Europa, wofür unsere Schule im Sauerland steht, etwas sehr wichtiges“. Ein besonderer Dank ging an die Gastfamilien und das französische Kollegium, die dem Gymnasium „tatkräftig zur Seite gestanden haben“.

Bürgermeister Michael Brosch hob die Bedeutsamkeit der Städtepartnerschaft zwischen Halver und Hautmont hervor. „Die Partnerschaft existiert schon seit 1975. Wir werden also in zwei Jahren ein 50-jähriges Jubiläum feiern. Eine solche Partnerschaft lebt insbesondere davon, dass junge Menschen sich dafür interessieren, was im Nachbarland passiert. Ich freue mich sehr, dass ihr hier seid und einen Eindruck gewinnen könnt und diese Erfahrung mit nach Frankreich bringt“, betonte Brosch.
Michael Brosch legte 1987 das Abitur am AFG ab. Er bereue es, Französisch damals nicht erlernt zu haben – dabei sei es eine „wundervolle und lebendige Sprache, anders als Latein“, erzählte er schmunzelnd.
Als letzte Geste des Abschieds aßen deutsche und französische Schüler gemeinsam eine Pizza, bevor es für die Franzosen am Nachmittag wieder zurück nach Hautmont ging.










