Nach mehr als einem Jahr engen fachlichen Austauschs haben die Stadt Lüdenscheid und die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft (Bonn) am Montag, 2. März, die gemeinsame Kooperationsvereinbarung für das Projekt „Bildungsbrücken Lüdenscheid
Aufbruchstimmung in der Stadtbücherei Lüdenscheid: „Wir bleiben mindestens fünf Jahre vor Ort“, sagte Dr. Meike Kricke, Vorständin der Montag Stiftung. Während dieser Zeit verfolgen die Kooperationspartner das gemeinsame Ziel, die Bildungslandschaft der Stadt Lüdenscheid nachhaltig weiterzuentwickeln.
Lernen an verschiedenen Orten in der Stadt
Die Grundidee ist, dass nicht mehr nur an und in der Schule, sondern an verschiedenen Orten in der Stadt gelernt wird – die Stadt wird somit selbst zum Lernort. Chancenungleichheit soll dadurch abgebaut und alle Kinder und Jugendlichen besser auf die heutige und zukünftige Lebens- und Arbeitswelt vorbereitet werden. Ziel ist es, dafür „Brücken zu bauen“ – zwischen Schule, Zivilgesellschaft, Organisationen und Institutionen. Die Stiftung begleitet ab Projektstart die Kommune, den Schulträger, die drei Pilotschulen Adolf-Reichwein-Gesamtschule (ARG), die Ganztagshauptschule Stadtpark (GHS) und die Richard-Schirrmann-Realschule sowie deren jeweilige Schulaufsicht über mehrere Jahre. Durch die Verbindung der Schulen mit außerschulischen (Bildungs-)Orten übernehmen Akteure der Stadt Mitverantwortung für die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen. Somit werden Zugehörigkeit, Wohlbefinden und eine nachhaltige Bindung junger Menschen an diese – ihre – Stadt gefördert: Bildung als Invest in die Zukunft.
Durch die Verbindung der Schulen mit außerschulischen (Bildungs-)Orten werden Zugehörigkeit, Wohlbefinden und eine nachhaltige Bindung junger Menschen an diese – ihre – Stadt gefördert. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle Bildung für die kommunale Zukunftsvision spielen kann – und welche kommunalen Ressourcen umgekehrt für eine zukunftsgerichtete Bildung in Schule einfließen. Das Ziel: bisher getrennt organisierte Strukturen und Angebote zu vernetzen, um ein zeitgemäßes Lernen für alle zu ermöglichen. Chancenungleichheit soll dadurch abgebaut und alle Kinder und Jugendlichen besser auf die heutige und zukünftige Lebens- und Arbeitswelt vorbereitet werden.
„Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung für ‚Bildungsbrücken Lüdenscheid‘ vertiefen wir die Zusammenarbeit mit der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft – und setzen ein klares Signal: Bildung ist für uns mehr als Pflichtaufgabe. Sie ist Zukunftsaufgabe“, sagte Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer im Rahmen des Termins zur Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung in der Stadtbücherei Lüdenscheid.
Ein Netzwerk, das Bildung neu denkt
Auch die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft freut sich, den Pilotstandort Lüdenscheid auf dem Weg zur Bildungs- und Zukunftsstadt zu begleiten, wie Vorständin Dr. Meike Kricke ausführt: „In einer gemeinsamen Verantwortungsgemeinschaft mit Jugendlichen, Lernbegleitern, Verwaltung, Politik und Akteuren des Sozialraums entsteht ein Netzwerk, das Bildung neu denkt: als gemeinschaftliches, lebensnahes und zukunftsorientiertes Lernen.“
Engagement für eine chancengerechte Alltagswelt
Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft ist eine unabhängige gemeinnützige Stiftung und gehört zur Gruppe der Montag Stiftungen in Bonn. In ihren Handlungsfeldern Pädagogische Architektur, Bildung im digitalen Wandel und Inklusive ganztägige Bildung engagiert sie sich für eine chancengerechte Alltagswelt, an der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können und die Kindern und Jugendlichen bestmögliche Entwicklungs- und Bildungschancen eröffnet. In ihrem Handlungsfeld Pädagogische Architektur macht sich die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft für einen zukunftsfähigen, nachhaltigen und inklusiven Schulbau stark. Dabei verbindet sie die zwei Disziplinen, die im Schulbau eng zusammengehören: Denn gute Schulen brauchen sowohl pädagogische Konzepte, die Kinder und Jugendliche optimal begleiten, als auch Räume, die diese Konzepte ermöglichen und unterstützen.
„Handeln und Gestalten in sozialer Verantwortung“
Für die Arbeit der insgesamt drei gemeinnützigen, operativen Stiftungen hat Carl Richard Montag, ein erfolgreicher Bauunternehmer aus Freienohl, fast sein gesamtes Vermögen zur Verfügung gestellt. Es soll nach dem Willen des Stifters dafür eingesetzt werden, an der Entwicklung einer Gesellschaft mitzuwirken, in der alle Menschen gleichermaßen die Chance haben, von den materiellen und immateriellen Gütern zu profitieren. Dieser Anspruch der Montag-Stiftungen findet seinen Ausdruck in dem Leitmotiv: „Handeln und Gestalten in sozialer Verantwortung“.










