Der Lions-Club Lüdenscheid-Minerva lud am Samstag, 28. Februar, erstmals zu einer Benefiz-Taschenbörse in den Räumlichkeiten des Ästhetik-Instituts Soemantri in der Hohfuhrstraße ein. Mehr als 200 Besucherinnen durchstöberten das Angebot.

Auf fast 200 Quadratmetern und in einem edlen Ambiente entstand schon fast ein Boutique-Feeling beim Kauf der zuvor gesammelten, gut erhaltenen Handtaschen, Clutches, Rucksäcke sowie weiteren Lederaccessoires. Die rund 40 Mitglieder des Lions-Clubs und andere Spenderinnen spendeten sie.

"Ich glaube, es ist alles ganz ansprechend geworden", verkündete Elke Schnober, die Präsidentin des Lions-Clubs, stolz.

"Diese Taschenaktion findet das erste Mal statt. Deshalb wussten wir auch nicht, was auf uns zukommt", so Schnober weiter. Sie freute sich über den regen Zuspruch.

Die Minerva-Damen präsentierten am Samstag eine riesige Taschenauswahl.
Foto: Claudia Seegmüller

Seit vielen Jahren engagiert sich der Lions-Club für soziale Projekte in der Region. Dabei liegt der Fokus besonders auf Kindern, Jugendlichen, Frauen und Familien in schwierigen Lebensumständen.

Die Mitglieder sammeln Geld bei Aktionen wie Waffelverkäufen, beim Weihnachtsmarkt der guten Taten und der traditionellen Weihnachtslos-Aktion.

"Der Erlös der Benefizbörse geht erstmals an das Frauenhaus im Märkischen Kreis. Deshalb freue ich mich, dass sich diese engagierte Gruppe des Lions-Clubs für unsere Arbeit interessiert. Es war mir eine Freude, bei einem Clubabend zu berichten und die Arbeit des Fördervereins vorzustellen", sagte Iris Freiburg, 1. Vorsitzende des Fördervereins, am Samstag.

"Für uns ist es das erste Mal, dass wir mit dem Lions-Club in Verbindung stehen. Wir leben und arbeiten mit Spendengeldern. Ich bin froh, dass wir jetzt den Kontakt zum Südkreis haben und unsere Arbeit hier vorstellen können", sagte sie weiter. Das Interesse des Lions-Clubs für die Arbeit des Frauenhauses sei wichtig. "So haben wir hier ein kleines Netzwerk, das wir hoffentlich ausbauen können." Nur die wenigsten Menschen wissen, dass das Frauenhaus ausschließlich mit Spendenmitteln arbeiten muss.

Auch die siebenjährige Mila entdeckte eine schöne Tasche.
Foto: Claudia Seegmüller

"Mir war es ein großes Anliegen, für das Frauenhaus zu spenden. Manchmal hatte ich das Gefühl, das Frauenhaus kommt etwas zu kurz", stellte Elke Schnober fest. Es werde ja nicht mehr mit öffentlichen Mitteln gefördert. "Mit unserer Handtaschenbörse möchten wir nicht nur schöne Stücke in neue Hände geben, sondern vor allem Solidarität zeigen", betonte die Minerva-Präsidentin.

"Über das Thema Gewalt wird häufig gesprochen. Dass aber keine Unterstützung kommt, das wissen die Wenigsten", ergänzte Freiburg weiter. "Erst hieß es, dass mehr Landesmittel zur Verfügung gestellt werden sollten. Aber das Budget wurde dann immer kleiner, und jetzt findet gar keine Unterstützung mehr statt."

Deshalb seien Spenden so wichtig, ergänzte Elke Schnober. "Wir freuen uns über jede Spende und geben auch Rückmeldung, was wir mit dem Geld machen. Ob das zweckgebundene Spenden sind, die nur für Kinder gedacht sind. Da richten wir uns nach den Wünschen der Spendengeber. Eine Aktion wie die Taschenbörse ins Leben zu rufen, ist fantastisch".