Am Montag, 2. März, hat die Polizei die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2025 vorgestellt. In Meinerzhagen bleibt die Zahl der Straftaten beinahe gleich: Waren es im Jahr 2024 noch 919 Straftaten, sank die Gesamtzahl der Straftaten im vergangenen Jahr um zehn auf 909, ein Minus von 1,09 Prozent. Damit stellt sich Meinerzhagen gegen den Kreistrend, in dem die Gesamtzahl angestiegen ist.

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Besonders gut sieht es im Bereich der schweren Kriminalität aus: Unter den Summenschlüssel "Straftaten gegen das Leben", der unter anderem Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen, fahrlässige Tötung und weitere Delikte umfasst, fielen keinerlei Taten. Im Jahr 2024 gab es einen Fall in diesem Bereich.

Der Anteil der Sexualdelikte sank um 30,56 Prozent von 36 Fällen in 2024 auf 25 Fälle in 2025. Dabei stieg die Zahl des sexuellen Missbrauches von Kindern von zwei auf drei Fälle an, die Verbreitung von pornografischen Material hingegen sank um 29,17 Prozent auf 17 Fälle. Die Aufklärungsquote von Sexualdelikten lag bei 88 Prozent, eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den 69,44 Prozent im Jahr 2024.

Weniger Gewalttaten, hohe Aufklärungsquote

Auch in den Bereichen "Raubdelikte" und "Körperverletzung" sanken die Fallzahlen. Die Zahl der Raubdelikte sank um 75 Prozent von vier Straftaten in 2024 auf eine Tat in 2025, die Zahl der Körperverletzungen nahm um fünf Delikte ab. Von den 124 Körperverletzungen fielen 21 in die Kategorie "gefährliche oder schwere Körperverletzung". Generell hat der Bereich "Gewaltkriminalität" einen sinkenden Anteil an den Straftaten weist hat eine konstant hohe Aufklärungsquote auf, die 2025 auf 91,67 Prozent anstieg.

"Die tatsächliche Sicherheit ist höher als die gefühlte", stellte der ranghöchte Polizist im Märkischen Kreis, der Leitende Polizeidirektor Ralf Wagener, fest. Er stellte die Statistik im Polizeipräsidium Iserlohn der Öffentlichkeit vor.

Zunahme von kleineren Delikten

Im Bereich der "kleineren Delikte" hingegen stiegen die Fallzahlen: Diebstähle, Betrug und Sachbeschädigungen nahmen zu, ebenso Straftaten unter den Sammelbegriffen "Straßenkriminalität" und "Computerkriminalität", die meist zahlreiche Delikte vereinen. Auffällig: Als einzige Unterkategorie sanken die Wohnungseinbruchdiebstähle hier deutlich um 27,78 Prozent. Die Aufklärungsquote für Wohnungseinbruchdiebstähle liegt jedoch, genau wie bei Diebstählen aus Kfz, bei lediglich 7,69 Prozent.

Noch niedriger ist sie nur im Bereich der Taschendiebstähle. Von den 24 gemeldeten Fällen konnte die Polizei keinen aufklären. "Oftmals bemerken es die Opfer erst nach einer gewissen Zeit, dass ihnen das Portmonnaie gestohlen wurde", versuchte sich Lukas Borowski von der Polizei an einer Erklärung. Wenn das Opfer vorher mehrere Stunden in der Stadt unterwegs war und auch den Bereich, wo der Diebstahl passierte, nicht eingrenzen kann, sei eine Ermittlung schwierig. Oftmals bliebe zur Aufklärung solcher Fälle die einzige Hoffnung, dass der Täter versucht, mit gestohlenen Bankkarten an einem Geldautomaten Geld abzuheben und von Überwachungskameras gefilmt wird.

"Nah bei den Menschen"

Ziel der Polizei im Märkischen Kreis mit ihren zehn Polizeiwachen bleibe es, so der Leitende Polizeidirektor Ralf Wagener, nah bei den Menschen zu sein, aufzuklären und vor bestimmten Maschen der Straftäter rechtzeitig zu warnen. Eine Zusammenfassung der gesamten Pressekonferenz auf Kreisebene hat LokalDirekt hier veröffentlicht.