LokalDirekt stieg zusammen mit Bauamtsleiter Sebastian Jülich und Marc Hagemann vom Sachgebiet Gebäudewirtschaft aufs Baugerüst, um ein Bild von den Arbeiten hoch oben auf dem Rathausdach zu bekommen. Auf dem südwestlichen Gebäudeflügel sind die PV-Module bereits installiert. Zurzeit laufen die Arbeiten auf der südlichen und auf der südöstlichen Dachfläche.

Neuer Anstrich und Reparaturen
Parallel erhält das Rathaus einen neuen Anstrich. Die Grundfarbe wird ein mattes Weiß, das bei Sonnenschein nicht so stark blendet. Dazu werden Akzente mit einem Grauton gesetzt. Das einmal aufgebaute Gerüst wird außerdem genutzt, um Reparaturen und Reinigungsarbeiten am Dach und an den Dachrinnen durchzuführen sowie die Sonnenschutzvorrichtungen an den Bürofenstern zu erneuern.
Fast 51 Tonnen CO2 pro Jahr werden vermieden
Die PV-Anlage auf dem Rathausdach wird auf einer Fläche von insgesamt 564 Quadratmetern installiert. 289 PV-Module werden auf den drei Gebäudeteilen angebracht. Sie erbringen eine Leistung von rund 123 Kilowatt peak (kWp). Voraussetzung der Förderung ist, dass der gewonnene Strom überwiegend selbst genutzt wird. Das wird auch durch den Einbau eines 75-kWh-Batteriespeichers erreicht. Der Nutzungsgrad der Anlage liegt bei gut 90 Prozent. Der Eigenverbrauchsanteil wird 77,5 Prozent betragen. Die Vermeidung von CO2-Emissionen wird mit 50.809 kg/Jahr angegeben.
Die Gesamtkosten betragen über 300.000 Euro. 90 Prozent davon kommen als Zuschuss vom Land NRW. Die Amortisationsdauer beträgt dank dieser Förderung nur 2,7 Jahre.
Weitere PV-Anlagen werden geplant
Die Stadt will die 90-prozentige Förderung auch für weitere PV-Anlagen in Anspruch nehmen. „Wir lassen zurzeit noch die Dächer der Sporthallen prüfen“, berichtet Sebastian Jülich. Die begonnenen bzw. geplanten Neubauten von Schulen und Feuerwehrhäusern werden mit PV-Anlagen ausgerüstet.

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