Im Märkischen Kreis sind die Influenza-Infektionen in der abgelaufenen Grippesaison 2025/2026 zwar zurückgegangen, befinden sich aber immer noch auf einem hohen Niveau. Dieses Fazit zog die AOK NordWest. 

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Insgesamt wurden nach den aktuellen Zahlen des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) im Zeitraum von Anfang Oktober 2025 bis Ende April 2026 789 Influenza-Infektionen gemeldet. Damit war die Influenza-Aktivität geringer als in der vorherigen Grippesaison 2024/2025 mit 1450 registrierten Fällen. Bedenklich ist allerdings, dass die Impfbereitschaft gerade bei älteren Menschen ab 60 Jahren weiter gesunken ist. Nur etwa jeder vierte AOK-Versicherte (24,8 Prozent) in der vom RKI empfohlenen Altersgruppe ließ sich in Westfalen-Lippe gegen die gefährliche Influenza-Grippe impfen. Diese Bilanz zog die AOK NordWest auf Basis aktueller Zahlen des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI). „Vor allem für ältere Menschen kann eine Influenza-Infektion gefährliche Folgen haben. Wir raten daher insbesondere Menschen jenseits der 60, die Grippeschutzimpfung rechtzeitig zu nutzen“, warnt AOK-Serviceregionaleiter Dirk Schneider vor den Folgen der geringen Impfbereitschaft.

Februar war stärkster Grippe-Monat

Trotz rückläufiger Infektionszahlen im Märkischen Kreis ist die Zahl der Influenza-Infektionen in der aktuell abgelaufenen Grippesaison immer noch auf einem hohen Niveau. Insbesondere zu Beginn des Jahres 2026 (Kalenderwochen eins bis zehn) waren besonders viele Infektionsfälle verzeichnet worden. In dieser Zeit wurden mit 654 Fällen 82,9 Prozent aller Infektionsfälle registriert. Der Monat Februar war dabei mit 311 Fällen der stärkste Grippe-Monat.

AOK rät zur Grippeschutzimpfung

Um sich vor einer Influenza-Infektion und schweren Krankheitsverläufen zu schützen, rät die AOK NordWest dringend dazu, die Grippeschutzimpfung zu nutzen. „Die Grippeschutzimpfung ist besonders für ältere und chronisch kranke Menschen unerlässlich“, sagt Schneider. Allerdings ist die Impfbereitschaft bei den Über-60-Jährigen trotz der nicht unerheblichen Gesundheitsrisiken mit dem Influenza-Virus gering. Das zeigt eine aktuelle AOK-Auswertung. Danach ließen sich im vergangenen Jahr nur 24,8 Prozent der über 60-jährigen AOK-Versicherten in Westfalen-Lippe impfen. Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) am RKI empfiehlt die Impfung für Menschen ab 60 Jahren. Denn mit zunehmendem Alter lassen die Abwehrkräfte nach: Infektionskrankheiten wie die Grippe können dann gefährliche Folgen nach sich ziehen. Dazu gehören Lungenentzündungen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Eine Grippe kann zudem Asthmaanfälle verursachen.

Die STIKO empfiehlt die Impfung darüber hinaus auch für Personen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko wie Schwangere und chronisch Kranke aller Altersgruppen, außerdem für medizinisches und pflegerisches Personal sowie Personengruppen mit umfangreichem Publikumsverkehr. 

Grippeschutzimpfung vormerken

Um für die nächste Grippesaison gewappnet zu sein, sollte schon jetzt der Herbst im Kalender vorgemerkt werden. Denn der beste Zeitraum für eine Impfung sind die Monate Oktober bis Mitte Dezember. Nach der Impfung dauert es etwa zehn bis 14 Tage, bis der Körper den vollen Impfschutz aufgebaut hat. Da sich Grippeviren ständig verändern, wird der Impfstoff jährlich für die zu erwartende Virus-Variante angepasst.

Um optimal für die aktuelle Saison geschützt zu sein, ist eine erneute Impfung notwendig. Die Impfung kann bei allen niedergelassenen Ärzten wie in der hausärztlichen Praxis durchgeführt werden. Zudem ist die Grippeimpfung für Personen ab 18 Jahren auch in Apotheken möglich. Dafür müssen Apotheker eine spezielle Fortbildung nachweisen. Für die Impfung wird nur die elektronische Gesundheitskarte vorgelegt.