„So jetzt machen wir noch mal Profil dran.“ Dirk Schmitt nimmt sich viel Zeit, um zwei Jungen zu zeigen, wie man drechselt, sägt oder hobelt. Der Besucherandrang war beim Tag des offenen Denkmals in Mühlhofe überschaubar. Das Angebot aber war gewohnt vielfältig.

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Die, die gekommen waren, hatten ausreichend Zeit, sich die alten Werkstatt-Einrichtungen oder die Knochenmühle selbst anzusehen. Das Mühlen-Team nahm sich am Sonntag, 13. September, Zeit, um alles zu erklären. Dem trüben Wetter begegneten alle mit guter Laune. So auch die Spinn-Gruppe. Die hatte ihr Domizil unterm Scheunendach neben der Mühle aufgeschlagen. Und freute sich, „dass wir ein Dach überm Kopf haben“. „Sachen, die wir verkaufen wollten, haben wir zu Hause gelassen. Die müssten wir sonst wieder trockenen“, so Beate Hoppe. Ansonsten nehme man es, wie es komme.

„Beim letzten Mal kriegte man keinen Fuß auf die Erde“, meinte Dirk Schmitt, der sich um die Holz-Werkstatt kümmert und verschiedene Techniken vorführt. Aber bei den Kindern sei das Interesse nach anfänglichem Zögern rege gewesen.

Eismaschine neu in der Sammlung

„Ein bisschen spärlich heute“, bilanzierte Thomas Pätzold von der Interessengemeinschaft (IG) Knochenmühle am Mittag und hoffte noch auf mehr Besucher am Nachmittag. Unterm Mühlendach wartete auf sie ein üppiges Kuchenbuffet. Der Dorfverein und die Tanzgruppe Valbert, die die IG unterstützten kümmerten sich mit Grillgut, Salaten und Waffeln um die Beköstigung der Gäste. Für Pätzold war das Wetter kein Problem. „Jeder ist für sein Material zuständig“, sagt er. Was übrig bleibe, werde wieder mitgenommen. Ergänzt wurde das Angebot mit Kunsthandwerk und Honig-Stand im Außenbereich.

In der Mühle wartete noch eine Neuheit. Thomas Pätzlod präsentierte einen Holzbottich mit stählernem Innenleben und Kurbel. Eine „Alexanderwerk-Eismaschine“, produziert um 1900. Das Gerät war dem Heimatverein erst kürzlich überlassen worden. Mit einfacher Technik und speziellen Rezepten ließen sich in dem Bottich verschiedene Eis-Produkte billig und mühelos innerhalb von zehn Minuten herstellen. Das versprach vor mehr als 100 Jahren eine Werbung der Hersteller-Firma aus Remscheid. „Das ist der Thermo-Mix von 1900“, schmunzelte ein Besucher.