„Auf die Ausschreibungen für das Dach und die Fenster haben wir nicht ein einziges Angebot bekommen“, berichtet Verwaltungsmitarbeiterin Natascha Handschak. Der Außenputz sei besser gelaufen. Dafür habe es zumindest vier Rückmeldungen gegeben. „Sprich für die Fassade haben wir jemanden. Der kann aber erst loslegen, wenn das Dach und die Fenster gemacht sind“, berichtet Handschak. Auch Architekt und Bauleiter Timo Dittner ist frustriert. „Es ist alles bereit. Das Gerüst steht ja auch. Es wäre schon gut, wenn es los ginge.“
Für Ausschreibungen solcher Gewerke gibt es genaue Vorgaben und Fristen. Für das Dach, die Fenster und die Fassade erfolgte eine sogenannte beschränkte Ausschreibung. „Dabei werden Firmen von einer Liste angeschrieben, die wir selbst erstellt haben. Darauf sind zehn bis 20 Betriebe, von denen wir wissen, dass sie das können, der Größe des Projekts gerecht werden und mit denen wir oder die Architekten gute Erfahrungen gemacht haben“, erklärt Handschak. Das ganze Prozedere laufe über die Vergabestelle des Märkischen Kreises. In der Ausschreibung enthalten ist auch ein umfangreiches Leistungsverzeichnis. „Die Rückläufe sind derzeit wirklich bei allen Ausschreibungen sehr zäh. Das erleben wir beispielsweise auch an der Grundschule Wiblingwerde“, berichtet die Verwaltungsmitarbeiterin. In Wiblingwerde sei es unter anderem schwer gewesen, jemanden für die Metall-Glas-Fassade des Anbaus zu finden.

„Es macht überhaupt keinen Sinn, mit der Fassade zu starten. Die Gefahr, dass bei den Dacharbeiten oder dem Austausch der Fenster irgendetwas an der neuen Fassade direkt wieder beschädigt wird, ist viel zu groß. Das macht einfach keinen Sinn“, erklärt Timo Dittner. Derzeit laufe daher die zweite Ausschreibungsrunde. Ein großes Problem seien die Sommerferien, da hätten die Betriebe oft noch weniger Kapazitäten, sich um solche Dinge zu kümmern. „Die haben alle Hände voll zu tun. Wir hoffen, dass wir mit einer längeren Frist jetzt doch noch ein paar Angebote bekommen“, sagt Handschak.
Bei den Ausschreibungen derzeit gehe es übrigens explizit nur um das bestehende Gebäude. Die Ausschreibungen für den geplanten Anbau müssen europaweit erfolgen.









