„Wenn ich mir die Gesichter der Abiturienten anschaue, könnte ich viele Geschichten erzählen“, eröffnete Schulleiter Paul Meurer die Zeugnisvergabe der rund 100 Abiturienten des Anne-Frank-Gymnasiums. Diese feierten mit ihren Eltern, Geschwistern, Freunden und AFG-Ehemaligen ihren großen Tag: Nach zwölf Jahren Engagement, Ausdauer und Leistung stehen ihnen nun viele Türen offen, wie Bürgermeister und selbst ehemaliger AFG-Schüler Michael Brosch bei seiner Rede erzählte.
Trotz einiger Rückschläge, Krisen und Momenten der Verzweiflung, die sie über die Jahre geprägt hätten, zeigte sich Brosch stolz auf die Abiturienten. Sie hätten nie aufgegeben und sich stattdessen Tag für Tag weiterentwickelt – eine Eigenschaft, die sie auch in ihrem zukünftigen Leben begleiten würde. Brosch ermutigte sie, ihre zwischenmenschlichen Beziehungen zu pflegen und mutig zu sein, um ihren Leidenschaften und Träumen nachzugehen. Bevor er sie schließlich „in die große Welt“ entließ, hatte er noch eine letzte Botschaft: „Als guter Bürgermeister muss ich sagen: Kommen Sie gerne wieder zurück in Ihre alte Heimat“.
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Christiane Rößler, Schulpflegschaftsvorsitzende des Anne-Frank-Gymnasiums, hob in ihrer Ansprache die Individualität jedes einzelnen Schülers hervor. Nicht jeder müsse nach dem Abschluss bereits seinen Lebensweg oder seine Berufung kennen. Die einen brechen sofort auf, während die anderen vorsichtig seien oder noch zögerten. „Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie eine passende Berufung finden, wohl ankommen und einen Platz für sich und Ihr Herz gefunden haben“, schloss Rößler ihre Worte ab.
Paul Meurer sprach über den Respekt in Bildungseinrichtungen und betonte, dass jeder Einzelne seinen Beitrag leisten müsse. Respekt sei „der Kitt, der uns gesellschaftlich zusammenhält“ und die Grundlage für Harmonie und Vielfalt, so Meurer. Er appellierte an alle, gemeinsam eine Gesellschaft aufzubauen, die auf dieser Tugend – dem Respekt – basiert. Schülersprecher Marios Mavidis bedankte sich im Namen der Schülerschaft bei den Lehrern, die die Abiturienten „begleitet, motiviert, gefördert haben, Freunde verdoppelt und Probleme halbiert haben“. Ein neues Kapitel stehe nun für sie an, in dem sie ihre Träume verwirklichen und ihren Leidenschaften nachgehen können.
Paul Meurer zeichnete elf Abiturienten mit einem Best-Zeugnis von einem Notendurchschnitt von 1,1 bis 1,5 aus. Diejenigen, die das Latinum und das Cambridge-Zertifikat erworben haben, erhielten ebenfalls ihre Urkunden. Ein besonderer Dank wurde den Schulsanitätern ausgesprochen, die für ihren freiwilligen Dienst ein kleines Geschenk bekamen.









