Den Anfang der LokalDirekt-Reihe macht die 18-jährige Julia Sygor und berichtet von ihren Plänen nach dem Abitur:
Die junge Halveranerin hat eine eine dreijährige Ausbildung zur Medizinisch-Technischen Radiologieassistentin (MTRA) begonnen. Zuvor besuchte Julia bis zum zwölften Schuljahr das Anne-Frank-Gymnasium und konnte im Mai dieses Jahres den emotionalen Abschied feiern. „Ich bin froh, meinen eigenen Weg gehen zu können“, teilt Julia mit, „aber ich glaube, dass die Zeit ohne die Schule komisch sein wird.“ Auf ihre Schulzeit blickt sie mit Stolz und Erleichterung zurück – auch wenn die Corona-Pandemie ihre letzten Schuljahre nachdrücklich beeinflusst hatte: Distanzunterricht, Lockdowns und fehlende Schulausflüge. Trotz ausgefallenen Praktika und nur digital erreichten Ausbildungsmessen konnte Julia ihre passende Ausbildung finden.
„Ich habe die Hoffnung, dass ich durch meinen Beruf Menschen helfen und vor allem mich selbst weiter entwickeln kann“, antwortet Julia auf die Frage, warum sie sich für den Bereich Gesundheits- und Sozialwesen entschieden hat. Auch ihre persönliche Vorgeschichte spielt eine Rolle, denn bereits im jungen Alter verbrachte sie infolge ihrer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) viel Zeit im Krankenhaus – somit war ihr der Bereich alles andere als fremd.
Warum sich Julia für eine Ausbildung und nicht für ein Studium entschieden hat, erklärt sie folgendermaßen: „Ich möchte unabhängig sein und mein eigenes Geld verdienen“, erzählt Julia, die sich mit ihrem Ausbildungsgehalt finanziell absichern möchte. Ein Studium kam daher nicht in Frage. Ursprünglich war nämlich eine völlig andere Berufsrichtung geplant: Architektur und Innendesign. Letztlich war es ihr Vater, der sie auf einen anderen Pfad brachte und ihr Interesse für das Gesundheitswesen förderte, „er selbst arbeitet in der Angiographie“, erzählt Julia. Zur Erläuterung: Die Angiographie ist eine Röntgenuntersuchung, bei der Gefäßverschlüsse, Einengungen, Blutungen oder krankhafte Veränderungen der Gefäße festgestellt werden können.
Für Julia hat die Heimat – und somit auch ihre Familie und Freunde – einen „hohen Stellenwert“, erklärt sie im Gespräch mit LokalDirekt. Dank ihrer Ausbildung in Lüdenscheid müsse sie nicht wegziehen und könne ihr Geld „sinnvoll nutzen“, etwa für Versicherungen, Reisen und ein Auto. Zunächst möchte sie weiterhin im Elternhaus wohnen.
Und wo sieht sich Julia in 10 Jahren? „Ich bin mir nicht sicher, ob ich im Märkischen Kreis bleibe. Ich schaue, wohin mich der Weg führt, aber ich bin offen für alles.“









