450 Warnstreikende trafen sich am Iserlohner Hemberg-Parkplatz. Der war Startpunkt für ihren Fußmarsch in die Iserlohner Innenstadt. Wie bereits vor einigen Wochen war der Alte Rathausplatz in der City zentraler Punkt für die Kundgebung.
Mit fünf Bussen waren die auswärtigen Streikenden zum Hemberg gekommen – und zwar aus Gevelsberg, Hagen, Witten, Sprockhövel und Wetter. Die Teilnehmenden aus Iserlohn und den umliegenden Städten hatten eine kürzere Anfahrt.

Aufgerufen hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft am Internationalen Frauentag vor allem die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. Laut ver.di arbeiten in diesen Berufsgruppen zu 83 Prozent Frauen. Genau deshalb waren vor allem Beschäftigte aus Kindertagesstätten und sozialen Einrichtungen zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.
In den Tarifverhandlungen für die mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen hatten die kommunalen Arbeitgeber der Forderung von ver.di nach 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, eine klare Absage erteilt – trotz steigender Preise, hoher Inflation und großer Personallücken gerade auch in der Sozialen Arbeit.

In insgesamt 15 Städten Nordrhein-Westfalens waren ver.di-Mitglieder zu Warnstreiks aufgerufen. Neben Iserlohn war auch Siegen wieder zentraler Punkt der Streiks in Südwestfalen. In der Rubens-Stadt beteiligten sich nach ver.di-Angaben 150 Streikende. Bei der zentralen Kundgebung auf dem Alten Rathausplatz in Iserlohn sprach Tjark Sauer, Branchen-Koordinator beim Landesbezirk.
Ein großes Lob zollte Ina Hecht, Funktionärin des ver.di Bezirksverbandes, der örtlichen Polizei. Die Gesetzeshüter sicherten mit insgesamt fünf Einsatzwagen den Demonstrationszug.









