Der "älteste Arbeitgeber Schalksmühle", wie Marc Funke, technischer Geschäftsführer von Manz Umformtechnik, das Unternehmen nannte, wird in diesem Jahr 150 Jahre alt. Am Freitagabend, 10. Juli, hat die Geschäftsführung zur Jubiläumsfeier eingeladen. Auf dieser gab Andrea Lux-Hochstrate ihren Abschied aus dem Unternehmen bekannt.

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Seit 35 Jahren war die Schwester des geschäftsführenden Gesellschafters Ken Börner im Betrieb, ist dort nach dem BWL-Studium eingestiegen. Die Prokuristin dankte den Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit und merkte an: "Das alles wäre ohne den Fleiß des einzelnen und eure Loyalität nicht machbar gewesen." Bereits vor ihrer Rede hoffte sie, dass ihre Augen trocken bleiben – gelungen ist das nicht. Spätestens bei den Abschiedgeschenken der Geschäftsführung rang sie mit den Tränen. Sie blickte auf die Entwicklung der Unternehmen unter ihrem Vater zurück und knüpfte damit an die Eröffnungsrede von Christopher Börner und Marc Funke an.

Diese warfen einen humorvollen Blick auf die vergangenen 150 Jahre. 1876 wurde das Unternehmen im Lauenscheiderohl gegründet, 1902 ging am Standort Klagebach die erste Dampfkesselanlage in Betrieb. 1951 zählte das Unternehmen noch 11 Mitarbeiter, ab Anfang der 1960er-Jahre ging diese Zahl nach oben. Ende der 1980er-Jahre folgte der Umzug an den aktuellen Standort im Gewerbering, an dem zu Spitzenzeiten rund 180 Mitarbeiter arbeiteten. Aktuell sind etwa 120 Personen bei Manz beschäftigt.

"Wir sind ein Traditionsunternehmen, wir sind der Mittelstand. Wir sind die guten, die die Karre am laufen halten", machte Funke deutlich. Ähnlich sah es auch Landrat Ralf Schwarzkopf (CDU) in seiner Laudatio. Er betonte: "Solche Unternehmen wie Sie machen den Mittelstand aus und der Mittelstand macht den Wohlstand aus." Aus eigener Erfahrung als Unternehmer weiß er zudem, was Familienunternehmen von Konzernen abhebt: "Das wir viel länger planen. Wichtig ist nicht der nächste Quartalsbericht, sondern die nächste Generation." Manz wird mittlerweile in der sechsten Generation geführt, Schwarzkopf wünschte den Folgegenerationen zum Ende seiner Rede weitere 150 erfolgrieche Jahre.

Auf denselben Zug sprang auch Bürgermeister Christian Breddermann auf. "Ohne die Familienunternehmen sähe es hier sehr düster aus, daher danke, dass ihr euch so sehr zum Standort bekennt", schloss er in seinem kurzen Grußwort an.

Nach dem kurzen offiziellen Teil gab es die Möglichkeit, den Betrieb zu besichtigen. Für die Familien der Mitarbeiter war unter anderem eine Hüpfburg aufgebaut, nach dem Buffet sorgte DJ Dirk Weiland für gemütliche Abendstunden bei bestem Wetter.