„Meine Tür steht für die Schüler immer offen“, betont Sozialpädagoge Arndt Spielmann. Seit 1. Juli verstärkt er als neuer Schulsozialarbeiter das Team der Primusschule.

In der Region ist Spielmann kein Unbekannter: "Ich habe lange Zeit das Jugendzentrum und das Jugendcafé in Halver geleitet. Anschließend war ich für das Jugendamt Wipperfürth tätig, ebenfalls als Schulsozialarbeiter." Im März habe er sich dann auf die freie Stelle an der Primusschule beworben, seinen neuen Job angetreten hat er am 1. Juli.

"Ich befinde mich noch in der Eingewöhnungsphase", scherzt Spielmann. "Ich muss mir sehr viele neue Namen merken, mich orientieren. Aber hier sind wirklich alle sehr hilfsbereit." Damit meine er nicht nur die Erwachsenen — auch Schüler hätten ihn schon im Gebäude herumgeführt und Einrichtungen wie den Schulgarten gezeigt.

"Harmonische Schulgemeinschaft"

Bereits nach wenigen Tagen fühlt sich Spielmann an seiner neuen Wirkungsstätte angekommen. Die Hierarchien im Kollegium bezeichnet er als angenehm flach. "Ich werde schon jetzt in viele Prozesse mit eingebunden", lobt er die Zusammenarbeit. Wichtig sei ihm vor allem die Präsenz im schulischen Alltag. "Ich stehe jederzeit für Gespräche und Streitschlichtung zur Verfügung, meine Tür steht für die Schüler immer offen, im wörtlichen und übertragenen Sinne", so der neue Schulsozialarbeiter, der selbst zwei bereits erwachsene Kinder hat.

Anzutreffen sei er jedoch nicht nur in seinem Büro, sondern auch auf dem Fußballplatz und im Schulgarten. "Durch die Weltmeisterschaft ist das Thema Fußball bei den Schülern wieder sehr in den Fokus gerückt, entsprechend viel Zeit verbringe ich aktuell dort mit ihnen."

Erste Projekte sind bereits geplant

Im kommenden Schuljahr, erklärt Schulleiterin Astrid Bangert, soll ein Projekt für alle Jahrgänge stattfinden. "Dabei wird es um die Themen Gesundheit und Wohlbefinden gehen sowie alle Faktoren, die damit zusammenhängen." Auch hier ist Arndt Spielmann schon in die Planung eingebunden: "Mir ist besonders das Thema Resilienz wichtig. Ich freue mich darauf, meine bisherigen beruflichen Erfahrungen in die Arbeit mit den Schülern rund um dieses Thema einbringen zu können."

Einen weiteren Schwerpunkt sieht er in der Medienkompetenz: "Wir müssen den Schülern einen sicheren Umgang vermitteln — nicht nur mit digitalen Geräten, sondern auch mit sozialen Medien." Gleichzeitig möchte er Alternativen schaffen: "Wenn Kinder beim Origami oder anderen kreativen Angeboten aufgehen, legen sie ihre Handys oft ganz freiwillig zur Seite."

Neues Leben in der Backstube

Geht es nach Arndt Spielmann, dann soll im kleinen "Backhus" auf dem Schulgelände auch bald wieder der Steinofen befeuert werden. "Ich bin selbst seit vielen Jahren Hobby-Bäcker, mir sind beim Anblick der Backstube fast die Augen übergegangen", schwärmt er. Er könne sich gut vorstellen, dort mit den Schülern schon bald Pizza und Brot zu backen. Laut Spielmann sind solche Aktionen für alle Beteiligten ein Erlebnis: "Viele Kinder und Jugendlichen freuen sich, wenn sie direkt ein Ergebnis ihrer Arbeit in den Händen halten können."