Das Ziel war es, beide Busbahnhöfe in Halver in den Herbstferien fertig zu stellen. Doch während die Gäste am Schulzentrum schon im Trockenen stehen, verzögern sich am ZOB Sparkasse die Baumaßnahmen.
Bänke, Dächer und & Co. werden erst im kommenden Jahr aufgebaut. Das hat laut Michael Schmidt, Fachbereich Bauen und Wohnen, mehrere Gründe. Der wesentliche sei, dass es bessere Lösungen gibt, die neuen Stadtmöbel zu platzieren. „Der Plan aus dem Jahr 2021 war nicht ausgereift“, erklärte er.

Ursprünglich seien im Kioskbereich eine Fahrradgarage, Fahrradboxen, weitere Bänke und ein Fahrgastinformationssystem geplant gewesen. Nun soll der Fahrradunterstand auf die gegenüberliegende Seite wechseln. Michael Brosch erklärte, dass man so auch eine dunkle Ecke vermeiden will, „wo sich die Menschen, die wir alle kennen, aufhalten würden.“
„Neuer Standort ungeeignet“
Den neuen Standort hielt Simona Haake (UWG) für ungeeignet: „Blockieren wir nicht den schönen Bereich und die Sicht in die Stadt? Der Plan ist schon nachvollziehbar, aber ich finde den Standort nicht gelungen.
Damit meinte die Lokalpolitikerin die Aussicht der Gäste, die künftig auf der Terrasse des Tortenateliers sitzen werden. Auch bei größeren Veranstaltungen stünde der Unterstand wohlmöglich im Weg.

Diesen Kritikpunkt konnten andere nicht nachvollziehen, so entgegnete Jürgen Wichert (SPD) etwa, dass er während des Cafébesuchs sein Fahrrad im Auge behalten möchte. Michael Schmidt räumte ein, dass er die Ansicht Haakes zwar teile. Doch gebe es aktuell keine andere Möglichkeit, als die direkte Nähe zu dem denkmalgeschützten Gebäudeensemble.
Möbel bei Bedarf versetzbar
Am Ende konnte Simona Haake durchsetzen, dass die Möbel bei Bedarf – etwa bei Veranstaltungen – versetzt oder demontiert werden. Dies wurde im Beschluss ergänzt. Dietrich Pohlmanns (Die Grünen) Anregung, auch Bäume als Schattenspender zu platzieren, fand vorerst keinen Anklang im Gremium, soll aber nochmal im neuen Jahr aufgegriffen werden.
Final muss der Rat am 11. Dezember entscheiden. Erst dann kann der Prozess fortschreiten und im neuen Jahr mit der Montage der Stadtmöbel begonnen werden.










