Der internationale „Tag des Wassers“ am 22. März erinnert seit 1993 jährlich an die Wichtigkeit dieser Ressource. Ohne Wasser gibt es keine Lebensgrundlage auf dem Planeten, darauf weist der Wupperverband hin.
"In Deutschland haben wir hohe Standards in der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Sauberes Trinkwasser kommt aus dem Wasserhahn und unser Abwasser wird in den Kläranlagen gereinigt", teilt der Wupperverband mit. Dies sei hierzulande selbstverständlich, daher gerate in Vergessenheit, wie kostbar und lebenswichtig der Zugang zu sauberem Wasser ist. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Water and Gender: Where Water Flows, Equality Grows“.
Aufgaben des Wupperverbands
Der Wupperverband kümmert sich im gesamten 813 Quadratkilometer großen Wuppergebiet um Wasserwirtschaft von der Quelle bis zur Mündung. Er stellt aus seinen drei Trinkwassertalsperren Rohwasser für die Trinkwasseraufbereitung zur Verfügung. Mit seinen Brauchwassertalsperren reguliert er die Wupper und mildert Hochwasser sowie Trockenphasen. Insgesamt betreibt der Verband 14 Talsperren. Zudem reinigt er in elf Kläranlagen das Abwasser von etwa 900.000 Bürgern sowie von Unternehmen.
Er entwickelt und unterhält die Gewässer mit einer Gesamtlänge von rund 2000 Kilometern. Mit Renaturierungen in der Wupper und in ihren Nebenbächen wird das Gewässer wieder natürlicher gestaltet, um Tieren und Pflanzen eine gute Lebensgrundlage zu bieten. Die Aufgaben des Wupperverbandes sind somit ein zentraler Baustein in der Daseinsvorsorge für die Menschen und im Gewässerschutz.
Wasserverbrauch in Deutschland und Konsum „Virtuelles Wasser“
Bei allen Themen rund um das Wasser sei allerdings jede und jeder Einzelne gefragt, heißt es in der Mitteilung. Bürger könnten erheblich dazu beitragen, die lebenswichtige Ressource zu schützen und sauber zu halten.
In Deutschland verbraucht jeder Mensch im Durchschnitt etwa 120 Liter Wasser am Tag, dies gelte aber nur für den sichtbaren Konsum. Nicht einberechnet sei das sogenannte „virtuelle Wasser“, bei dem der Verbrauch sogar stetig zunimmt. Als virtuelles Wasser wird die Menge Wasser bezeichnet, die in einem Produkt enthalten ist, beziehungsweise zu der Fertigung des Produkts verwendet wurde. Der virtuelle Wasserverbrauch beträgt täglich circa 4.000 Liter zusätzlich pro Person. (Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband www.verbraucherbildung.de)
Für die Herstellung eines T-Shirts aus Baumwolle werden zum Beispiel 2.700 Liter Wasser benötigt, für ein Kilogramm Rindfleisch sind es 16.000 Liter Wasser. (Quelle: Virtuelles Wasser auf www.planet-wissen.de). Durch bewussten Konsum und Verwendung von umweltfreundlichen Produkten könne der virtuelle Wasserverbrauch gesenkt werden, so der Wupperverband.
Gemeinsam für einen bewussten Umgang: Was kann jeder tun?
Durch sensiblen Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser könnten alle Menschen dazu beitragen, das Wasser zu schützen und für kommende Generationen zu bewahren. Im Haushalt trage ein sparsamer Einsatz von umweltverträglichen Reinigungsmitteln dazu bei, das Wasser weniger zu belasten.
Um Kläranlagen und die Umwelt zu entlasten, sollte laut Wupperverband zudem darauf geachtet werden, Abfälle wie Hygieneartikel oder Medikamente nicht über die Toilette, sondern über den Restmüll zu entsorgen.
Weitere Informationen dazu, hat der Verband auf seiner Homepage bereitgestellt.











