Ein wichtiger Test für die Sicherheit: In ganz Nordrhein-Westfalen findet am Donnerstag, 12. März, ein weiterer „Warntag" statt. Auch in allen Städten und Gemeinden des Märkischen Kreises werden sämtliche Warnmittel und Systeme getestet, darunter die Warn-App „NINA“ und „Cell Broadcast“.
Waldbrände, Gefahrstoffe in der Luft oder Trinkwasserstörungen – im Ernstfall muss die Bevölkerung schnell und zuverlässig gewarnt werden. Die rechtzeitige Warnung und Information ist ein zentraler Bestandteil der Gefahrenabwehr und stärkt die Selbsthilfefähigkeit der Bürger. Damit die Warnsysteme flächendeckend funktionieren und bekannt sind, findet am Donnerstag, 12. März, der nächste landesweite Warntag statt. Auch der Märkische Kreis beteiligt sich an diesem Aktionstag.
Ablauf
Um 11 Uhr wird ein Probealarm der Sirenen ausgelöst. Die Sirenensignale folgen dabei einer festen Abfolge:
- Entwarnung: ein durchgängiger Ton (1 Minute)
- Warnung: ein auf- und abschwellender Ton (1 Minute)
- Entwarnung: erneut ein durchgängiger Ton (1 Minute)
Zwischen den einzelnen Signalen gibt es jeweils eine Pause von bis zu fünf Minuten. Neben den Sirenen werden auch weitere Warnsysteme getestet, darunter die Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App), die kostenlos im App Store und Play Store erhältlich ist.
Test von „Cell Broadcast“
Erneut wird das Warnsystem „Cell Broadcast“ erprobt. Dabei erhalten alle in einer Funkzelle befindlichen Mobiltelefone eine Warnnachricht – ohne, dass eine App oder Registrierung erforderlich ist. Damit das System funktioniert, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Installiertes Betriebssystem-Update (Android ab Version 11 oder iOS ab Version 16.1)
- Eingeschaltetes Mobiltelefon (nicht im Flugmodus)
- Cell Broadcast ist in den Einstellungen des Handys standardmäßig aktiviert. Sollte dies nicht der Fall sein, kann die Funktion unter „Einstellungen“ → „Sicherheit“ oder „Notfallwarnungen“ aktiviert werden. („Cell Broadcast Warnungen“ bei iOS oder „Notfallbenachrichtigungen für Mobilgeräte“ bei Android)
Weitere Informationen zu Cell Broadcast sowie eine Liste kompatibler Geräte gibt es hier.
Erstmalig wird über Cell Broadcast auch eine Entwarnungsmeldung verschickt. Diese wird jedoch nicht so laut sein wie die Warnmeldung, sondern wie eine normale SMS ankommen, teilt der Märkische Kreis in einer Pressemitteilung mit.
Zusätzliche Maßnahmen im Märkischen Kreis
In diesem Jahr wird erneut eine Direkt-Durchsage bei Radio MK gesendet, um die Hörer gezielt zu informieren. Zudem erfolgen Warnmeldungen über die digitalen Fahrgastinformationsanzeigen an den Bushaltestellen der MVG sowie Durchsagen in den Bussen. Zudem werden auch auf digitalen Werbetafeln der Firmen "Stroer" und "Wall" Notfallinformationen angezeigt.
Ziele des Warntags
Der Warntag dient dazu, die technische Warninfrastruktur zu überprüfen, die Bevölkerung über Warnmittel zu informieren und das Bewusstsein für Krisenvorsorge zu stärken. Ob extreme Wetterlagen, Waldbrände, Hochwasser oder Stromausfälle – eine funktionierende Warnkette ist essenziell, um in Notfällen schnell reagieren zu können.
Rückmeldungen erwünscht
Der Märkische Kreis bittet die Bevölkerung um Rückmeldungen zur Funktionsweise der Warnsysteme. Ab dem 12. März können Hinweise und Erfahrungen über den Link mitgeteilt werden. Die Beantwortung dauert nicht länger als vier Minuten. Lob und konstruktive Kritik helfen dabei, das Warnsystem weiter zu verbessern, heißt es in der Pressemitteilung weiter.











