Ein volles Pädagogisches Zentrum, mit einem bunten Programm und guter Stimmung: Das Frühlingsfest der Phönixschule stand am Samstagvormittag , 21. März, unter dem Motto „Wir blühen auf“. Der Name war Programm – und für die Schüler eine ideale Gelegenheit, sich und ihre Arbeiten aus der Projektwoche zu präsentieren.

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Vielfältiges Bühnenprogramm, Schulerkundung und „Demokratiebaum"

Medina (15) und Darius (14) führten durch ein Bühnenprogramm mit Liedern, Sketchen, Gedichten und Musik. Flotte Melodien animierten zum Mitmachen. Anschließend bestand die Gelegenheit, sich an den Stationen in und um die Schule einen Überblick über die Arbeit an der Phönixschule zu verschaffen. Die Besucher konnten auch Blätter mit Wünschen an einen „Demokratiebaum“ heften, um zu zeigen, wie vielfältig Demokratie ist – ein Projekt der Schulsozialarbeiter und der Schülerschaft, das zeigt, wie sie den Anspruch „Schule ohne Rassismus“ mit Leben erfüllen.

Ergebnisse der Projektwoche

An Ständen zeigten die Schüler ihre kreativen Arbeiten, die in der Projektwoche vor dem Frühlingsfest entstanden waren: bunte Zäune, Insekten wie die Biene „Maja“ als Upcycling-Produkte aus alten Konservendosen, kleine Blumentöpfe mit bunten Eiern oder Pflanzen, Gläsergravuren zum Selbermachen, Glitzertattoos, Nistkästen, Brotkörbe aus bunten Stoffen sowie Sonnenfänger.

Die „Schülerfirma“ sorgte mit Hot Dogs, Waffeln, einem Kuchenbuffet sowie Kaffee und Kaltgetränken für die Verköstigung der Gäste.

„Die Phönixschule steht für Vielfalt"

Gezeigt wurde, was stellvertretender Landrat Stefan Ohrmann in seiner Begrüßung ansprach: „Die Phönixschule steht für Vielfalt.“ Sie biete eine „passgenaue Förderung“ von Stärken. Die Projektarbeit ermögliche Praxiserfahrung und biete einen Einblick in berufliche Tätigkeiten. Die Förderschule des Kreises sei ein Ort, an dem die Kinder sicher aufgehoben seien. Der Kreis als Schulträger wolle damit Eltern die Wahlfreiheit bei der Beschulung für ihre Kinder bieten.

Spendenlauf mit Top-Ergebnis

Schulleiter Alexander Kuhns schlug den Bogen vom Wetter mit der „explodierenden Natur“ zum Motto des Festes „Wir blühen auf“.

Wachstum heiße Veränderung, spielte er auf die Natur an. „Das passiert hier jeden Tag“, betonte Kuhns – jeden Tag, wenn Schüler Neues wagten. Veränderung beginne immer bei einem selbst. Welche Kraft und Energie in den Phönixschülern stecke, hätten sie beim Spendenlauf bewiesen. „Ihr seid über euch hinausgewachsen“, lobte der Schulleiter und lüftete das Geheimnis um das Ergebnis: 2439 Euro waren zusammengekommen – Geld, das der Online-Beratungsstelle der AWO zugutekommen soll.

Herwig Wiedemuth vom Förderverein der AWO-Beratungsstelle (BAFF) und Hanne Sandweg, Teamleiterin der Beratungsstelle, freuten sich über den symbolischen Scheck und fanden es „eine unglaubliche Summe“.

Am Rande blühten auch alte Verbindungen auf. Ehemalige Schüler sowie Lehrkräfte umarmten sich und begrüßten sich herzlich. Er freue sich, mal wieder an der Schule zu sein, erzählte ein ehemaliger Schüler seinem Lehrer und berichtete sichtlich stolz, dass er eine Ausbildung zum Zweiradmechaniker mache. Der Pädagoge freute sich über den Erfolg mit ihm. Eine Win-win-Situation für beide. Auch sie blühten förmlich auf.

Über die Phönixschule:

  • Die Phönixschule ist eine Förderschule des Märkischen Kreises mit den Schwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung, Sprache und Lernen.
  • 152 Kinder in 10 Klassen besuchen die Schule.
  • Das Frühlingsfest ersetzte frühere Feiern in der Adventszeit, da diese mit Veranstaltungen überfrachtet schien, so Schulleiter Alexander Kuhns.
  • Das gemeinsame Feiern sieht er als verbindendes Element für die Schulgesellschaft.
  • Den Schülern bietet es eine Möglichkeit, sich zu präsentieren, Wertschätzung zu erfahren und Selbstbewusstsein zu tanken.