Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein‑Westfalen für Donnerstag, 12. März, erneut zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind unter anderem die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) sowie weitere Betriebe im Ruhrgebiet und im Märkischen Kreis.

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Dazu zählen unter anderem die Ruhrbahn, die sowohl in Essen als auch in Mülheim an der Ruhr tätig ist, die STOAG in Oberhausen, die Märkische Verkehrsgesellschaft, die Verkehrsgesellschaft Ennepe‑Ruhr, die Hagener Straßenbahn sowie weitere regionale Betreiber. In allen genannten Städten und Kreisen sollen von der ersten Frühschicht bis zur letzten Spätschicht keine Busse und Bahnen der kommunalen Unternehmen verkehren. Der Schienenverkehr von S‑Bahnen und Regionalzügen bleibt davon unberührt.

Hintergrund sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen im TV‑N NRW. In der zweiten Verhandlungsrunde Anfang März legten die Arbeitgeber kein Angebot vor, sondern brachten nach Gewerkschaftsangaben sogar Verschlechterungen tariflicher Leistungen ins Gespräch. Ver.di fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich, längere Ruhezeiten zwischen den Schichten, höhere Zuschläge für Sonntagsdienste sowie eine Ausweitung des Tarifbereichs auf kurzfristig Beschäftigte und Minijobber. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 24 Monate betragen.

Welche Auswirkungen der Streik auf den Fahrbetrieb haben wird, ist nach Angaben der MVG derzeit nicht absehbar. Unklar bleibt, wie viele Beschäftigte sich beteiligen werden, weshalb keine verlässliche Prognose zu ausfallenden oder stattfindenden Fahrten möglich sei. Eine Übersicht der geplanten Fahrten ist auf der MVG‑Website hinterlegt, wobei auch dort kurzfristige personelle Ausfälle nicht ausgeschlossen werden können.

Für die Beschäftigten der Verkehrsgesellschaft Ennepe‑Ruhr richtet ver.di am Streiktag ein Streiklokal am Betrieb Wuppermannshof in Ennepetal ein, das von 7 bis 12 Uhr geöffnet ist. Die Gewerkschaft rechnet mit einer hohen Beteiligung und verweist auf die aus ihrer Sicht zunehmende Belastung der Beschäftigten im Schichtdienst. Die nächste Verhandlungsrunde zwischen ver.di und dem Kommunalen Arbeitgeberverband NRW ist für den 24. März angesetzt.