„Schön hier.“ „Gut, dass der Park mal belebt wird.“ „Tolle Atmosphäre“. Komplimente für das Weinfest im Stadtpark. Bürgermeister Jan Nesselrath verwies gleich auf die Organisatoren: „Stadtmarketing“. Nicht ohne den Hinweis, dass die Stadt ja auch da ein bisschen beteiligt sei.
Wem auch immer was zuzurechnen war, Akteure und Besucher waren am Wochenende rundum zufrieden. Besser hätten die Bedingungen für die zweitägige Premiere des Festes rund um die Villa im Park kaum sein können. Das Wetter spielte mit. Das Ambiente stimmte. Das Angebot passte. Weine aus Franken, Rheinhessen und von der Mosel wurden in den Hütten ausgeschenkt. Da war für jeden Geschmack etwas dabei. Und für den kleinen Hunger gab es auch ein passendes und dem Anlass gemäßes Angebot mit Flammkuchen, Antipasti-Teller, Sandwich. Für jene, für die Bratwurst zum Open-Air-Event gehört, hatte das Team der Schinderhannes Mühle auch gesorgt.

Bereits der Samstag hatte die Erwartungen übertroffen. „Ganz überrascht“ sei sie gewesen, räumte Davina Falz, Geschäftsführerin des Stadtmarketing-Vereins, ein. Etwa 600 Besucher, schätzte sie, hatte das Fest angezogen. Mit dezenter Live-Musik unterhielt David Melzer die Besucher am Abend. Lichterketten sorgten für stimmungsvolle Atmosphäre. Rund um die Villa waren Liegestühle, mit Tischdecken aufgehübschte Sitzgarnituren, kleine Tische und rustikale Sitzgruppen auf der Basis von Euro-Paletten aufgebaut. Genuss in der Sonne oder im Schatten. Der Park bot viele Möglichkeiten. Eine Besucherin vermisste eine Tasse Kaffee und brachte den Muntermacher in der Thermosflasche mit. Die Gruppe am Tisch dankte es ihr und überlegte, ob man nicht beim nächsten Mal einen Ausschank für Kaffee anbieten sollte. Fairen Kaffee natürlich. Als Ergänzung, nicht als Konkurrenz. Denn Wein stand im Fokus.
Das Gros des Angebots an Frankenweinen war am Sonntagnachmittag bereits ausgetrunken. Aus Rheinhessen wurde am frühen Sonntagmorgen noch Nachschub geholt. „Bei Mosel-Wein konnten wir das Seelbach-Lager plündern“, verwies Davina Falz auf Nachschub aus heimischer Quelle. Begleitet von der Dixie-Band aus Meinerzhagen konnten die Weinfreunde somit am Sonntagmittag in den zweiten Festtag starten.

Die Idee zu dem Fest, ein Alleinstellungsmerkmal fürs Volmetal, „schlummerte schon seit ein paar Jahren“, so Davina Falz. Bei einem Workshop des Stadtmarketings im Februar, bei dem es um neue Aktivitäten des Vereins ging, sei das Thema wieder aufgetaucht. Es wird nach dem gut goutierten Start wohl auch auf der Agenda bleiben. „Um eine Neuauflage kommen wir wohl nicht herum“, freute sich die Geschäftsführerin über die Resonanz. Rundum zufrieden zeigte sich zudem Oliver Drenkard. Auch der stellvertretende Vorsitzende des Stadtmarketing-Vereins signalisierte: „Das soll schon zur Tradition werden.“









