Angekündigt werden sie stets von den Klängen von vier Hörnern, den sog. Schuten. Trotz Dauerregens ließen es sich die treuesten Weihnachtschorzuhörer nicht nehmen, sich zum Abschluss vor der Christuskirche zu versammeln.
Pfarrer Achim Schwarz bedankte sich mit kräftiger Stimme beim Weihnachtschor, der in guter Tradition auch ein Zeichen überkonfessioneller Verbindung sei. Schwarz stellte in den Raum: „Darf man angesichts der Schreckensmeldungen in diesen Zeiten eigentlich noch singen und feiern? Ja, das muss man machen gegen Kriegsgeschrei und politische Maßnahmen, sonst versinken wir in Verzweiflung. Die besten Lieder im Gesangbuch sind in schrecklichen Zeiten geschrieben worden. Entgegen des altbekannten Spruches ‚wo gesungen wird, da lass dich ruhig nieder, denn böse Menschen haben keine Lieder‘ ist es leider doch so, dass auch böse Menschen Lieder haben, die sie für Zwecke einspannen. Lassen sie sich auffangen gegen die Widrigkeiten dieser Zeit vom Text der Weihnachtschorlieder.“
Gemeinsam mit dem Chor sangen alle Zuhörer zum Abschluss „Stille Nacht, Heilige Nacht“.
19 Sänger bildeten in diesem Jahr den Weihnachtschor. Sie fuhren mit einem Bus zunächst in die Stadtteile Eiringhausen, Kersmecke, Holthausen und Immecke, wo sie zum Teil von vielen Zuhörern erwartet wurden. Im nächsten Jahr werden die Sänger zu Fuß Stationen im Innenstadtbereich aufsuchen.










