Mittlerweile hat der „Warntag“ in Nordrhein-Westfalen einen festen Platz im Kalender: Er findet jedes Jahr an jedem zweiten Donnerstag im März und September statt.
Die Hintergründe für den landesweiten Probealarm erklärt Rolf-Erich Rehm, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz im Schwelmer Kreishaus: „Zum einen geht es darum, Technik und Abläufe zu testen. Zum anderen wollen wir bei den Bürgerinnen und Bürger das Bewusstsein für die Sirenensignale erhöhen.“
Wer tagsüber eine Sirene höre oder nachts von ihr aus dem Schlaf gerissen werde, dem solle klar sein: Es droht eine Gefahr. „Das Warnsignal liefert stets einen ersten Hinweis, dass man sich sehr zeitnah weiter informieren soll“, so Rehm.
Beim „Warntag“ am kommenden Donnerstag werden die kreisweit 110 vorhandenen Sirenen zeitgleich ertönen und Push-Nachrichten über Cell Broadcast und die Warn-App NINA direkt auf Mobilfunkgeräte gesendet.
Der Sirenenalarm ist wie immer dreiteilig. Ertönen sollen sie dabei um 11 Uhr, um 11.05 Uhr und um 11.10 Uhr. Teil eins und drei bestehen aus einem einminütigen Dauerton, Teil zwei aus einem Heulton, der eine Minute an- und abschwillt. Der Dauerton bedeutet Entwarnung, der Heulton Warnung, gleichbedeutend mit der Aufforderung schnellstmöglich Gebäude oder Wohnungen aufzusuchen und sich weiter zu informieren.
Batterien für den Ernstfall laden
Im Ernstfall würden sich Mitteilungen und Verhaltenstipps unter anderem über die Warn-App, den Rundfunk und die Informationskanäle der Stadt- und Kreisverwaltungen finden. Zu diesen zählt seit 2020 auch die App des Ennepe-Ruhr-Kreises.
„Um sie auch im Falle eines Stromausfalls nutzen zu können, sollte jeder sich vorbereiten und über geladene Batterien, Powerbanks oder auch Kurbelradios verfügen“, appelliert Rehm.
Stichwort Cell Broadcast
Über die Mobilfunkprovider wird eine Meldung herausgegeben, die – ohne dass eine App auf dem Handy installiert sein muss – begleitet von einem lauten Ton direkt auf dem Display erscheint. Der Text liefert Angaben dazu, wie man sich verhalten soll und wo man weitere Informationen erhält.
Wessen Handy auf dem neusten Softwarestand ist, der muss für den Empfang der Meldungen nichts freischalten. Wer am Warntag jedoch keine Meldung über Cell Broadcast erhält, sollte als erstes prüfen, ob auf dem Gerät tatsächlich die neueste Version der Software installiert ist.
Weitere Informationen zum „Cell Broadcast Warning System“ finden Interessierte auf der Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.










