„Haus Waldfrieden“ ist eine Institution für ältere Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Über die Häuser am Hälversprung verteilt leben 83 Erkrankte in insgesamt neun Wohngemeinschaften zusammen. Die Mitarbeiter der Einrichtung haben am Freitag, 12. August, liebevoll ein volles Feier-Programm für die Bewohner auf die Beine gestellt. Unter dem Motto „Bella Italia“- passend zum mediterranen Wetter – gab es nicht nur italienische Köstlichkeiten, sondern auch Live-Musik mit italienischen Flair.
Das Sommerfest wurde ausschließlich für die Bewohner und deren Angehörige ausgerichtet. Letztere erschienen recht zahlreich. Denn mit weit über 100 Gästen war die Veranstaltung gut besucht.
Ab etwa 14.30 Uhr ging es mit Kaffee und italienischem Gebäck los, zwei Wagen lieferten viel kühlendes Speiseeis. Musik mit italienischen Klängen boten Salvatore Bucco und Gregorio Grecco „live“ dar. Für weitere Unterhalung sorgte ein Italo-Quiz – natürlich gleichzeitig ein Gewinnspiel. Am Abend gab es dann ein reichhaltiges italienisches Buffet – ein harmonischer Ausklang.







Die Programmplanung wurde vom Sozialdienst durchgeführt, bei der allerdings die Mitarbeiter der Einrichtung involviert waren. Letztere waren es dann auch, die das gelungene Fest selbstständig organisiert hatten. Eingeladen waren übrigens auch ehemalige ehrenamtliche Mitarbeiter.
Mehr Prüfungen als ein Atomkraftwerk
Einrichtungs-Initiator Bernd Lauermann ließ es sich nicht nehmen, eine Führung durch eines der Häuser durchzuführen. Er berichtete von den vielen Schwierigkeiten in der Vergangenheit. 2003 wurde das Gelände übernommen, der Altbaukern aufwändig saniert, neue Gebäude gebaut.
Die Einweihung der Einrichtung fand 2006 statt. „Mit 2300 Euro monatlich ist die Einrichtung günstiger als viele andere Heime“, stellt Lauermann stolz fest. „Wir haben bewusst auf einen Zentraldienst verzichtet und jede WG funktioniert eigenständig“, beschreibt Lauermann das durchdachte Konzept.
Wenn man dann noch die Kleintiere wie Kaninchen und Hühner im Außengelände laufen sieht, stellt sich das Gefühl ein, als sei die Einrichtung ein kleines Dorf am Hang. „Vermutlich weil kaum jemand glauben konnte, dass wir diesen hohen Standard so relativ kostengünstig anbieten, haben wir von offizieller Seite mehr Prüfungen als ein Atomkraftwerk“, stellt Lauermann abschließend fest.









