„Die Zeit drängt. Wir müssen eine Lösung finden“, betonte der Vorsitzende Heinz Even bei der Jahreshauptversammlung im evangelischen Gemeindehaus. Schon seit längerem ist die Nachfolge Thema im Verein, doch Interessierte für die Vorstandsposten gibt es bislang nicht. „Wir müssen uns für die Zukunft aufstellen“, erklärte der zweite Vorsitzende Uwe Perlowski und appelliert für einen Generationenwechsel in der Führungsebene des Vereins.
Vor allem die Nachfolge des Vorsitzenden schwebe dabei wie ein Damoklesschwert über dem Verein. Nach der Wahl, die in diesem Jahr im Rahmen der Versammlung stattfand, bleibt der derzeitige Vorstand zunächst nahezu unverändert. Geschäftsführerin Bärbel Fischer und der zweite Vorsitzenden Uwe Perlowski wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als Nachfolgerin für Elke Napierkowski wurde für das Amt der Kassenwärterin einstimmig Anja Bozniatzki gewählt.
Finanziell und personell hat der Verein die Corona-Zeit gut überstanden. „Corona hat uns nicht viele Mitglieder gekostet“, sagt Kassenwart Axel Koch. Zum Jahresende zählte der Verein 770 Mitglieder, was im Vergleich zu 2021 ein Minus von 34 Mitgliedern darstellt. Mit bereits mehr als 800 Mitgliedern im ersten Quartal sieht die Prognose für 2023 gut aus – vor allem in den Abteilungen Gesundheit, Gymnastik und Schwimmen sind die Zahlen zufriedenstellend. Zudem konnte der Verein vier neue Übungsleiter gewinnen und eine neue Sportgruppe gründen. Zukünftig wird im TuS auch Kampfsport angeboten. Shin-Jitsu-Kobudo beschäftigt sich mit der Kampfkunst der Samurai und findet aktuell immer mittwochs von 18.30 bis 20.30 Uhr in der Turnhalle der Grundschule Nachrodt statt.
Herausforderungen für den Verein bringt 2023 vor allem der Abriss der Lennehalle, der für Mitte des Jahres geplant ist. „Wir müssen dann enger zusammenrücken, die Übungsstunden enger takten und uns mit anderen Vereinen absprechen“, erklärt Axel Koch. Helfen soll dabei auch das neue Sportstättenportal
der Gemeinde: Unter www.nachrodt-wiblingwerde.hallenzeiten.de können die Aktivitäten in den Sportstätten nachvollzogen werden.

Ein weiterer Haken: Die anstehende Sanierung des Gartenhallenbads ab dem 1. April – ein Wiedereröffnungstermin ist bislang unbekannt. Für die Zeit, in der die Schwimmkurse pausieren müssen, möchte der Vorstand den Mitgliedern der Schwimmabteilung bei den Beiträgen etwas entgegenkommen – über die genaue Form werde noch beraten.
Die Gründung eines Gemeindesportverbandes sei nach derzeitigem Stand eher fraglich. Seit einigen Wochen laufen, wie bereits mehrfach berichtet, Bemühungen, einen solchen Verband erneut zu gründen. Der TuS Nachrodt wäre zwar grundlegend offen für einen neuen Gemeindesportverband – doch auch hier bestehe die Frage, wer die Vorstandsarbeit übernehmen würde. Eine andere Form der gemeinsamen
Interessenvertretung schließt der Verein jedoch nicht aus. Denkbar wäre zum Beispiel ein regelmäßiges Gesprächsforum.










