Vanessa ist eine Mutter, deren Sohn herzkrank ist, sagt: „Ich möchte eine Gruppe ins Leben rufen, weil mir zu Beginn der Diagnose viele Informationen gefehlt haben, die mir in der schwierigen Situation geholfen hätten.“ Sie möchte andere Mütter ermutigen, ihr Wissen zu teilen und mit ihnen eine Gruppe zu bilden.
Bei ihrem Sohn wurden bei der U2-Untersuchung auffällige Herzgeräusche festgestellt, woraufhin die Diagnose „komplizierter Herzfehler“ gestellt wurde. Etwa jedes 100. Kind wird in Deutschland mit
einem Herzfehler geboren. Ihr „HerzKind“ wurde operiert und nahm jede Atemwegserkrankung mit,
wie es bei herzkranken Kindern oft der Fall ist. Es folgten weitere Folgeerkrankungen. In der Familien-
Reha, als ihr Sohn 1½ Jahre alt war, konnte die Familie zum ersten Mal Energie tanken.
Es folgte die Diagnose Skoliose, wie bei 90 Prozent der herzkranken Kinder. Wenn das eigene Kind von
einer Herzerkrankung betroffen ist, stellt das eine große Herausforderung für die Eltern dar. Ängste,
Hilflosigkeit, Isolation und vielleicht auch Schuldgefühle sind ständige Begleiter. Lebensentwürfe und
Vorstellungen für das eigene Kind müssen neu gedacht werden. Auf diesem Weg und in dem Bemühen, das eigene Kind zu unterstützen, stoßen Eltern oft an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.
Es ist geplant, die Gruppentreffen zeitnah nach den Sommerferien in einem 14-tägigen Rhythmus freitags um 11 Uhr in Lüdenscheid stattfinden zu lassen. Dabei teilen die Mütter ihre Erfahrungen, stärken sich gegenseitig und erarbeiten Lösungsansätze nach dem Motto: WIR gemeinsam. Eine Teilnahme ist unverbindlich und kostenfrei. Sollte Ihr Interesse geweckt sein, melden Sie sich bitte
unter: [email protected] mit dem Betreff „HerzKind“ oder telefonisch unter 0 23 51- 39
05 26. Hier bekommen Interessenten alle weiteren Informationen und können sich auf die Teilnehmerliste
setzen lassen.
Hintergrund: www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/herzfehlerangeborene:
Etwa jedes 100. Kind wird in Deutschland mit einem Herzfehler geboren, das sind ca. 6.000 bis 8.000
Kinder pro Jahr. Allein 4.000 dieser Kinder benötigen einen oder mehrere Eingriffe am offenen Herzen
(mit der Herz-Lungen Maschine). Etwa drei Prozent der herzkranken Kinder sind derzeit noch inoperabel. Heute erreichen ungefähr 90 Prozent der herzkranken Kinder das Erwachsenenalter. Derzeit leben mehr als 200.000 Menschen mit angeborenen Herzfehlern in Deutschland.









