Der Schulhof der Regenbogenschule soll durch neue Bäume, Sträucher sowie naturnahe Aufenthalts- und Spielbereiche grüner gestaltet werden. Mehr als drei Viertel des Gesamtetats von 920.000 Euro werden von der EU und dem Land finanziert.

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Mehr als 700.000 Euro Zuschuss für Entsiegelung und Neugestaltung

„Sorry, es sind nur 709.474,05 Euro", entschuldigt sich Halvers Kämmerer, Simon Thienel, bei der Bekanntgabe der Gesamtfördermittel, die die Stadt für den Umbau des Schulhofes der Regenbogenschule bekommt. Vorausgegangen war die Mitteilung, dass von den insgesamt 920.000 Euro, die das Projekt kosten wird, 886.842,56 Euro als zuschusswürdig anerkannt wurden. Von diesem Betrag erhält die Stadt aber wiederum nur 80 Prozent. So ergibt sich die Summe von 709.474,05 Euro, über die sich der Kämmer und seine Mitarbeiter freuen können.

„Jetzt geht es in die Detailplanung“, erklärt er im Gespräch mit LokalDirekt. Nach Ostern wird, gemeinsam mit Timm Rietschel (Fachbereich 3), der Bauzeitenplan erstellt. Dann wird, in Absprache mit Simone Domke, der kommissarischen Leiterin der Regenbogenschule, ein Ablaufplan erstellt, um den Schulbetrieb während der Baumaßnahme so wenig wie möglich zu stören.

So soll der Schulhof der Regenbogenschule laut Planung aussehen, inklusive der nicht förderfähigen Elemente (rot markiert).
Foto: Klimaanpassung.Kommunen.NRW | Grafik: Roland Pfeiffer Landschaftsarchitekt

„Dabei wäre es für die Grundschüler sicher auch interessant mitverfolgen zu können, wie sich ihr trister Schulhof nach und nach in einen grünen Spielplatz verwandelt“, glaubt Thienel. „Klar ist, dass nur Neues entstehen kann, wenn gearbeitet wird“, versucht er schon im Vorfeld der Maßnahme klarzustellen. Alle Arbeiten in die Sommerferien zu legen, würde nicht funktionieren, denn „Lehrer raus, Handwerker rein – das hat früher mal funktioniert. Heute arbeiten auch die Betriebe während der Sommerferien mit reduziertem Personal“, weiß Thienel. Sicher ist, dass alle Arbeiten bis zum Sommer 2027 fertiggestellt sein müssen.

Der triste Schulhof soll bis zum Sommer 2027 verschwunden sein.

Haushalt gerät nicht in Schieflage

Trotz des hohen Zuwendungsbescheides bleibt für die Stadt für den Umbau des Schulhofes ein Eigenanteil von rund 280.000 Euro, die aus der eigenen Kasse getragen werden müssen. Ein Betrag, der, wie Kämmerer Thienel schon Ende des letzten Jahres versicherte, den Haushalt dadurch nicht in Schieflage geraten ließe. „Wir hoffen natürlich, dass der veranschlagte Betrag ausreichen wird“, sagt der Kämmerer auf Nachfrage.

Die Freude über den Erhalt des Zuwendungsbescheides teilt sich Thienel mit allen am Projekt bisher Beteiligten. „Es war ein hartes Verfahren, das wir in mehreren Stufen durchlaufen mussten“, betonte Thienel und ergänzte, wie wichtig die Überzeugungsarbeit war, die die Fördermittelmanagerin Annkathrin Kaisig, zusammen mit Timm Rietschel und Lena Barz sowie Kai Hellmann (beide Fachbereich 4 für Bildung, Sport und Liegenschaften) und Dominik Duchale (Fachbereich 3, Bauen, Umwelt und Klimaschutz), geleistet hat. Dazu kamen die Vorort-Termine mit dem Förderverein der Grundschule und die inhaltliche Begleitung durch die Schule selbst und die Schulverwaltung der Stadt.

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