Am Samstagabend, 28. März, wartet in der Homburger Robert‑Bosch‑Halle der nächste echte Nervenprüfer im Kampf um den Klassenerhalt auf den heimischen Handball-Drittligisten: Der TV Homburg, aktuell Tabellenletzter, empfängt die SGSH Dragons zum nächsten Abstiegsgipfel in den entscheidenden Wochen vor Ostern. Die Partie beginnt um 18.30 Uhr in der Robert-Bosch-Halle in Homburg.

Überregionale Nachrichten

Die Ausgangslage ist seit Wochen klar: Die SGSH Dragons stehen bei derzeit 13:35 Punkten und einer Tordifferenz von minus 59 weiterhin mit dem Rücken zur Wand. Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz – Melsungen II (15:33 Punkte, -75 Tore) – schmolz zuletzt auf zwei Zähler und öffnet am Wochenende ein kaum mehr für möglich gehaltenes Fenster für die Dragons. Da Melsungen II am selben Abend auf den Tabellenzweiten Gelnhausen trifft und es nicht unrealistisch erscheint, dass die Nordhessen Federn lassen, bedeutet das für die SGSH: Ein Sieg in Homburg könnte nicht nur den Anschluss herstellen, sondern im Optimalfall den ersehnten Sprung über den Strich ermöglichen.

Dafür braucht es indes Köpfe, die dem Druck standhalten. Die Gefahr, zu verkopft in dieses Duell zu gehen, ist real - ein Erfolg ist schließlich unabhängig von Melsungen Pflicht. Gleichzeitig sollten im Sauerland genügend Lehren gezogen worden sein, um zu wissen, dass Pflichtsiege im Abstiegskampf oder das Über-die-Linie-bringen von komfortablen Führungen in dieser Spielzeit so eine Sache sind. Das Trainer-Trio Sascha Simec, Ace Jonovski und Bogdan Criciotoiu ist gefordert, die richtige Balance zu finden: maximale Entschlossenheit ohne Verkrampfung, klare taktische Vorgaben mit der nötigen Freiheit für intuitive Lösungen.

Vorteile liegen bei der SGSH

In der aktuellen Tabellenkonstellation zählt aber nicht nur der Sieg, sondern auch die Tordifferenz. Für die SGSH ist dahingehend alles angerichtet: Die Dragons haben gegenüber Melsungen das bessere Torverhältnis und auch den ersten direkten Vergleich für sich entschieden (34:32). Die Gastgeber aus Homburg ihrerseits werden alles daransetzen, die Halle in einen Hexenkessel zu verwandeln und sowas wie eine Restchance im Tabellenkeller zu wahren. Die Dragons dürfen sich auf einen nervenaufreibend-emotionalen wie ruppigen Kampf einstellen.

Luis Buschhaus geht nach Hildesheim

Personell gibt es ebenfalls eine Nachricht, die im Umfeld des Handball-Drittligisten für Aufmerksamkeit sorgt: Rückraumspieler Luis Buschhaus, aktuell per Zweitspielrecht für die SGSH und hauptamtlich für TuSEM Essen aktiv, wird sich im Sommer Eintracht Hildesheim anschließen. So ganz geht niemand, aber wenn, dann mit einem Knall. Und einem Geschenk zum Abschied. Für die Dragons bleibt er mit seiner Dynamik und seinem Zug zum Tor — wenn verfügbar — bis Saisonende ein wichtiger Faktor — bestenfalls bereits wieder am Samstagabend in Homburg.