Die Werkstatt Plettenberg präsentiert vom 1. bis 10. April die Bewerberausstellung für das Stipendium 2026. Die Ausstellung wird am Mittwoch, 1. April, um 19 Uhr im Ratssaal eröffnet.

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Die Ausstellung ist Teil des Auswahlverfahrens für das jährlich vergebene Stipendium des Fördervereins für junge bildende Kunst. Grundlage der diesjährigen, beschränkten Ausschreibung war eine Empfehlung des Stipendiaten 2025, Fabian Penzkofer. Vorstand und Beirat haben vier Bewerbungen ausgewählt, deren Arbeiten nun öffentlich gezeigt werden.

Eröffnet wird die Ausstellung durch den Vorsitzenden Hartmut Engelkemeier und seine Stellvertreterin Isabel Vila-Crummenerl. Gezeigt werden die Werke im Ratssaal zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses.

Vier Positionen der Gegenwartskunst

Juana Anzellini (40), gebürtig aus Kolumbien, arbeitet im Bereich Grafik. Nach Studien in Bogotá und an mehreren deutschen Kunsthochschulen war sie Meisterschülerin in Leipzig. In Plettenberg zeigt sie ein Projekt zum Begriff „Impunitas“ (Straflosigkeit), inspiriert von mittelalterlicher Buchkunst. Dabei verbindet sie gedruckte und gemalte Elemente, um gesellschaftliche Gleichgültigkeit sichtbar zu machen. Sie kann das Stipendium aus terminlichen Gründen nicht antreten, wurde aber dennoch zur Ausstellung eingeladen.

Anja Herzog (33) ist Malerin und arbeitet zudem mit Stickereien auf Stoff. Sie studierte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und war in verschiedenen Community-Art-Projekten aktiv, unter anderem in Ostsachsen und Graz. Zuletzt stellte sie im Kunsthaus Graz aus.

Arthur Metz (37) lebt im Elsass und studierte Malerei in Stuttgart, wo er 2022 sein Diplom erhielt. In seinen Arbeiten setzt er sich mit globalen Krisen auseinander, wendet sich aber zunehmend auch persönlichen und familiären Alltagsszenen zu. Das Stipendium möchte er gemeinsam mit seiner Familie wahrnehmen.

Helena Zubler (33) ist Malerin und Zeichnerin mit Fokus auf menschliche Figuren. Nach Studien in Stuttgart und Dresden war sie Meisterschülerin in Dresden. Für Plettenberg hat sie das Thema „Warten“ gewählt, das sie in unterschiedlichen Facetten bildlich umsetzen will.

Entscheidung nach der Ausstellung

Nach Abschluss der Ausstellung tritt der Beirat zusammen, um die präsentierten Arbeiten zu bewerten. In einem anschließenden Auswahlverfahren wird ein Stipendiat bestimmt. Dieser wird für vier Monate im Stipendiatenhaus in Plettenberg leben und arbeiten, in der Regel ab Juni.