Als Folge der Flut 2021 besteht die Möglichkeit, dass es neben den zahlreichen sichtbaren Schäden an der Oberfläche zudem auch zu einer Beschädigung des unterirdischen Kanalnetzes gekommen ist. Um sich hier Gewissheit über den Zustand und gegebenenfalls aufgetretene Hochwasserschäden an den Kanalrohren zu verschaffen, lässt die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde mit fachlicher Unterstützung durch das Abwasserwerk der Stadt Altena die kommunalen Anlagen zur Regen- und Mischwasserableitung vollständig reinigen und inspizieren. Die Projektfinanzierung ist über das Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen zur Hochwasserschadensbeseitigung abgedeckt und finanziert.
„Sowohl die Leistungen zur Kanalreinigung und Befahrung, als auch für die ingenieurtechnische Begleitung wurden über europaweite Ausschreibungsverfahren vergeben und sollen nun im Herbst 2023 starten“, erklärt Projektleiterin Anna Kopacz-Kubacki. Über den Zeitraum von etwa einem halben Jahr würden dann in Nachrodt-Wiblingwerde mehrere Reinigungs- und Inspektionsfahrzeuge der Firma Winkelmann Entsorgung GmbH & Co. KG im Einsatz sein.
„In der Regel halten sich die Beeinträchtigungen im Straßenverkehr in einem sehr geringen Rahmen“, verspricht Anna Kopacz-Kubacki. Lediglich im Einzelfall seien vereinzelte und zeitlich begrenzte Sperrungen oder die Einrichtung von Halteverboten erforderlich. Die Arbeiten erfolgen überwiegend auf öffentlichen Straßen, Flächen und Plätzen, bei Bedarf folgen genauere Informationen des Ordnungsamtes über die Homepage der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde. „Sofern Privatgrundstücke betreten werden müssen oder sollte es zu Beeinträchtigungen der Anfahrbarkeit von Häusern und Zufahrten kommen, werden die Eigentümer und Anlieger vor Ausführung der Leistungen durch die Ausführungsfirma informiert“, erklärt die Projektleiterin. Alle Beteiligten seien bemüht, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.










