Die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück - und trotzt damit weltweiten Krisen und herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Vorstandsmitglieder Kai Hagen und Mike Kernig sehen in der örtlichen Nähe zu den Kunden die große Stärke ihrer Sparkasse.

Überregionale Nachrichten

„2025 war für uns ein Jahr der Stabilität und des Wachstums – auch wenn die wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen nicht spurlos an uns vorbeigegangen sind“, berichtet Vorstandsvorsitzender Kai Hagen im Pressegespräch zur Vorstellung der Jahresbilanz. „Es hat sich jedoch einmal mehr gezeigt, dass eine langfristig angelegte und vertrauensvolle Partnerschaft auch in schwierigen Zeiten trägt.“

Die Kundeneinlagen stiegen auf 1,31 Milliarden Euro. „Den hohen Bestand an Einlagen schätzen wir als Vertrauensbeweis unserer Kundinnen und Kunden“, sagt Hagen. „Sie wissen, dass ihre Einlagen bei der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis sicher sind. Die, aufgrund der Zinsentwicklung, bereits 2024 gestiegene Nachfrage nach unseren Eigenemissionen hat sich weiterhin sehr positiv entwickelt. Insbesondere Sparkassenbriefe mit Laufzeitkonzepten über mehrere Anlagejahre wurden und werden aktuell stark nachgefragt.“

Rekordjagd an den Börsen

Im Wertpapiergeschäft erzielte die Sparkasse erneut ein sehr gutes Ergebnis: Zunehmende Käufe wurden über die Depots der Sparkasse abgewickelt. Auch die Zahl der neu eröffneten Depots stieg deutlich, was auf die zunehmende Attraktivität des Wertpapiergeschäfts hinweist. Das Sparen in Wertpapieren erfreue sich bei den Privatkunden immer größerer Beliebtheit, so die Sparkassenchefs. „Wertpapiersparverträge sind ein erstklassiges Mittel, um langfristig Kapital aufzubauen – auch für die Altersvorsorge“, so Hagen.

Das Börsenjahr 2025 gehe als eines der erfolgreichsten und gleichzeitig volatilsten Jahre in die Finanzgeschichte ein. Während geopolitische Spannungen und Handelskonflikte zu Jahresbeginn für Nervosität sorgten, feierten die wichtigsten Indizes zum Jahresschluss neue Rekorde.

„Ein weiteres jährlich wiederkehrendes Indiz unserer Wertpapierkompetenz ist die erneute Auszeichnung der Deka“, betont Mike Kernig. Im diesjährigen Fonds-Kompass hat das Wirtschaftsmagazin Capital die Deka wiederholt als besten Universalanbieter ausgezeichnet. Das Wertpapierhaus der Sparkassen erhielt bereits zum 14. Mal in Folge die begehrte Höchstnote von fünf Sternen. „Auch wenn die Indizes dieser Tage aufgrund des Irankriegs deutlich fallen, bleibt die langfristige und strategische Vermögensanlage die richtige Entscheidung“, erläutert Kernig.

Kreditgeschäft bleibt stabil

Das Kreditgeschäft ist einer der Erfolgsfaktoren der heimischen Sparkasse. Das Gesamtkundenkreditvolumen belief sich Ende 2025 auf 1,73 Milliarden Euro und lag somit auf Vorjahresniveau. Das sei ein Erfolg, denn die Geschäftslage der Unternehmen war im vergangenen Jahr von Unsicherheit geprägt. „Die Zukunftsaussichten haben sich jüngst zwar leicht aufgehellt, bleiben aber überwiegend zurückhaltend“, beobachtet Hagen. Die regionalen Unternehmen forderten weiterhin dringend eine langfristig sichere Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen, stärkere Investitionen in die öffentliche Infrastruktur, eine Unternehmenssteuerreform, Maßnahmen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels und einen Abbau der Bürokratie.

Das Neugeschäft der privaten Wohnungsbaudarlehen war ebenfalls von der schwierigen konjunkturellen Lage geprägt. Zudem auch von weiter steigenden Preisen. „Trotzdem sind wir zufrieden mit dem Geschäftsverlauf. Unser Fokus liegt auf soliden Finanzierungen und guter Beratung. Das ist im Sinne unserer Kundinnen und Kunden und stärkt die Qualität unseres Kredit-Portfolios. Wir haben voriges Jahr viele Kundinnen und Kunden dabei unterstützt, sich einen Traum rund um die Immobilie zu erfüllen, vom Kauf bis zur Sanierung“, erläutert Kernig.

Stark gewachsen ist das Versicherungsgeschäft. Mit der hauseigenen Provinzial-Agentur konnten die Vertragsvolumina im Bereich der Lebens-, Komposit- und Vorsorgeversicherungen deutlich gesteigert werden. Vor allem im Bereich der Sachversicherungen wurde ein kräftiges Wachstum von 34 Prozent verzeichnet.

Großes Interesse an Immobilien

Die eigenen vier Wände sind immer noch ein großes Ziel. Die Vereinigte Sparkasse konnte eine verstärkte Nachfrage nach Immobilien beobachten. Potenzielle Immobilienkäufer wurden durch die Makler und den dazugehörigen Spezialisten bei der Suche nach passenden Objekten begleitet.

Die Bilanzsumme der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis liegt zum Jahresende nach eigener Angabe bei 2,057 Milliarden Euro und überschreitet damit erstmals die Zwei-Milliarden-Marke. Der Bilanzgewinn beläuft sich auf 6,266 Millionen Euro; 2024 waren es 5,8 Millionen.

1,8 Millionen Euro Ausschüttung an die Trägerkommunen

Der Zweckverbandsversammlung wird vorgeschlagen, in diesem Jahr Ausschüttungen in Höhe von 1,8 Millionen Euro an ihre Kommunen vorzunehmen. Die Ausschüttungen an die einzelnen Trägerkommunen betragen: Altena 353.900 Euro, Balve 241.600 Euro, Nachrodt-Wiblingwerde 70.600 Euro, Neuenrade 184.700 Euro, Plettenberg 603.100 Euro, Werdohl 346.100 Euro. Damit fließen den sechs Trägern, zusammen mit der Gewerbesteuer in Höhe von 6,572 Millionen Euro, insgesamt 8,372 Millionen Euro zu – zuzüglich Spenden und Sponsoring. „Unsere Bürgerdividende“, betonen Hagen und Kernig.

Zahlreiche gemeinnützige Organisationen und Vereine wurden mit Spenden bedacht. Damit setzt die Sparkasse ihre Tradition fort, das gesellschaftliche Engagement in der Region zu stärken und einen Beitrag zur Förderung von Bildung, Kultur und sozialen Projekten zu leisten. „Das Gemeinwohl bleibt ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Wir sind stolz darauf, nicht nur als Finanzdienstleister, sondern auch als aktiver Teil der Gemeinschaft einen positiven Einfluss zu nehmen“, sagt Hagen.

Nähe und Vertrauen nennt Kernig als grundlegende Faktoren für den Erfolg der Vereinigten Sparkasse, die nach den Worten der beiden Vorstandsmitglieder jetzt und in absehbarer Zukunft keine Fusion mit benachbarten Instituten anstrebt. Entgegen landläufiger Vorstellungen resultiere die gute Bilanz nicht aus den klassischen Kontoführungsgebühren, betont Kernig. „Die letzte Erhöhung erfolgte 2017. Alle Institute im Umfeld haben seitdem erhöht. Inzwischen sind wir überaus günstig mit diesen Preisen.“