Es staubt und lärmt in den Räumen der Lennekirche: Vor rund zwei Wochen haben hier die Abriss- und Umbauarbeiten begonnen. Entstehen soll hier eine Spiel- und Sportkirche.

"Nach zwei Jahren der Planung geht es jetzt endlich los", freut sich Pastoralreferent Stefan Rapp, der auch die Idee zu dem Projekt hatte, im Gespräch mit LokalDirekt.

Kicker, Billard, Fußball und mehr

Schon bald — die Fertigstellung ist laut Rapp gegen Ende des Jahres geplant — soll es also sportlich werden in der ehemaligen St. Josef Kirche, die vor drei Jahren an die Freie evangelische Gemeinde Lennekirche verkauft wurde.

Und das geplante Portfolio kann sich sehen lassen: "Das Angebot soll Sportarten wie Handball, Basketball, und Volleyball umfassen, aber auch Eisstockschießen und eine fest installierte Boulder-Wand. Außerdem, so Rapp weiter, sollen auch Hüpfburgen angeschafft werden, um in den Räumen der Kirche einen Indoor-Spielplatz entstehen zu lassen.

Mehrwert für alle Bürger

Das Angebot soll dabei wöchentlich wechseln — ermöglicht wird das durch die Tatsache, dass alle Elemente mobil sind und so nach Bedarf und Belieben gewechselt werden können. Zur Verfügung stehen soll die Sportkirche dann nicht nur den Gemeindemitgliedern, sondern allen, wie Stefan Rapp betont: "Wir möchten hier ausdrücklich einen Mehrwert für die gesamte Gemeinde schaffen. Deshalb soll die Sportkirche nicht nur von unserer Gemeinde, sondern auch von den Sportvereinen und allen Bürgern genutzt werden dürfen. Ebenso wird es möglich sein, die Räume für private Kindergeburtstage anzumieten."

Gottesdienste sollen künftig in der Sportkirche stattfinden

Aber auch die Gemeinde selbst, so Rapp, möchte die Sportkirche künftig regelmäßig nutzen — für Gottesdienste. "Derzeit finden diese im Gemeindehaus statt, dort stoßen wir mit einer Kapazität von gerade mal 80 Personen jedoch langsam an unsere Grenzen", so Rapp.

Auch für den verantwortlichen Architekten, Michael Koppetsch, ist es ein besonderes Projekt: "Derzeit müssen immer mehr Kirchengemeinden Immobilien abstoßen, weil die Anzahl der Mitglieder rückläufig ist", erklärt er. Dem Projekt der Lennekirche stehe er daher positiv gegenüber: "Hier entsteht ein tolles Angebot für die gesamte Gemeinde", betont er.

Sponsoren gesucht

Finanziell unterstützt wird das Projekt durch Leader mit einem Betrag in Höhe von insgesamt 250.000 Euro, wie Stefan Rapp erklärt. Die verbleibenden Kosten für die Schaffung der Sportkirche müssen von der Gemeinde selbst getragen werden — die daher nun auf der Suche nach Spendern und Sponsoren ist. "Es ist schon einiges an Spenden zusammengekommen, wir freuen uns aber natürlich nach wie vor über jeden, der uns unterstützen möchte", betont Rapp.