Seit 1996 erinnert die Bundesrepublik Deutschland am 27. Januar eines jeden Jahres an die Opfer des Nationalsozialismus. Das vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog initiierte Gedenken hat die Stadt Plettenberg bewogen, seit 2006 ebenfalls eine Veranstaltung zur Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft durchzuführen.
Am Samstag, 27. Januar, um 11 Uhr wird die Gedenkfeier auf dem jüdischen Friedhof an der Freiligrathstraße durchgeführt. Nach einer kurzen Ansprache des Bürgermeisters wird an der Gedenkstelle der Opfer des Nationalsozialismus gedacht, ein Blumenbouquet wird niedergelegt.
Im Anschluss findet das weitere Programm im Ratssaal statt. Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums haben unter der Leitung des Geschichtslehrers Dr. Peter Schmidtsiefer Wortbeiträge vorbereitet und stellen ausgewählte Biografien jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger Westfalens vor.
Zudem wird die Wanderausstellung „Menschen – Steine – Migration“ zur Gegenwart und Vergangenheit jüdischen Lebens im Rheinland und Westfalen vorgestellt, die im Ratssaal bis Anfang Februar Station macht. Die Ausstellung legt den Schwerpunkt auf die letzten 120 Jahre jüdischen Lebens in unserer Region.
Wo liegen die Wurzeln der Juden in diesem Bundesland, was machte jüdisches Leben aus? Wie entwickelte es sich nach 1945? Wie sieht die Zukunft aus? Was haben wir damit zu tun, in welcher Form wollen wir uns damit beschäftigen? Beispiele aus allen Regionen und Lebensbereichen geben einen Anreiz, selbst vor Ort nachzuschauen – welche Fragen stellen uns Menschen, Steine und ihre Geschichte? Welchen Einfluss hatten die Zuwanderungsbewegungen? Wie zeigt sich das jüdische Leben in der Öffentlichkeit und in den Medien? Und was ist eigentlich Makkabi?
Die Wanderausstellung ist bis zum 2. Februar zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses zugänglich.








