„Ich habe ganz viel Respekt vor der ganzen Sache“, sagt der Ehrenamtliche Uwe Rittinghaus. Für den Schalksmühler geht es heute Nacht, 19. Oktober, zum ersten Mal nach Polen an die ukrainische Grenze.
Gemeinsam mit dem Hilfsverein „Sauerländer Jungs“ werden circa 100 Paletten an Hilfsgütern an die Caritas und Selbstabholer abgegeben. Für die mehr als 18-stündige Fahrt wurden zuvor drei Lastwagen und zwei Anhänger vollgeladen.

Für die Sauerländer Jungs ist es bereits die fünfte Fahrt in die Ukraine – fast schon Routine für die Lüdenscheider Ehrenamtlichen: „Wir sind eigentlich immer gut durchgekommen. Wir kennen den Weg mittlerweile und sind die 18 Stunden Fahrt gewohnt“, äußert sich Volker Wagemeyer, zweiter Vorsitzender der Sauerländer Jungs, zur Verkehrssituation.
Rittinghaus hingegen sei kein großer Freund von langen Reisen auf den Straßen, doch die Möglichkeit zu helfen, treibe ihn an: „Ich freue mich persönlich und denke, dass man mit kleinen Gesten Großes erreichen kann“. Es sei für den Schalksmühler ein bewegendes Gefühl, wenn ihn Bilder und Videos erreichen, auf denen die angekommenen Lieferungen den Ukrainern ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
21. Hilfslieferung in die Ukraine
„Zu Beginn verlief die Spendenbereit etwas schleppend. Zum Ende hin wurden es aber immer mehr“, beurteilt Volker Wagemeyer im Gespräch mit LokalDirekt. Rittinghaus hingegen hatte in Schalksmühle alle Hände voll zu tun – in der Gemeinde sei die Bereitschaft zu spenden konstant, aber insbesondere überwältigend gewesen. Es sei mittlerweile die 21. Lieferung, die er rausgebe.
Lebensmittel, Hundefutter, warme Klamotten, Rollstühle, Pflegebetten, Medikamente und vieles mehr treffen dieses Wochenende in der Ukraine ein. Insbesondere Kamine seien gefragt – davon haben die Ehrenamtlichen 15 Stück mit im Gepäck.

„Viele Ukrainer sind immer noch von der Explosion des Kachowka-Staudammes betroffen. Diese müssen von neu anfangen und benötigen daher eine Grundausstattung“, erklärt Rittinghaus. „Wenn man die Situation vor Ort sieht, ist es schon erschreckend. Daran merkt man, wie gut wir es in Deutschland haben“, ergänzt Wagemeyer.
1400 Kilometer Hin und Zurück
Nach der 1400-Kilometer-Fahrt wird die Gruppe aus 14 Ehrenamtlichen in einem Motel übernachten, bevor es dann wieder zurück nach Deutschland geht. Ukrainer aus verschiedenen Hilfsorganisationen, die teilweise sieben Tage an der Grenze stehen müssen, werden nach Abholung der Lieferungen ebenfalls im Motel bleiben, erklärt Wagemeyer.











